HIPPODAMOS
06.02.2015, 09:07
Hallo,
ich liebäugele mit der Anschaffung eines Peugeot RXH Hybrid.
Auf den ersten Blick bietet dieses Fahrzeug den Vorteil eines Allradantriebes, ohne den systembedingten Nachteil des höheren Treibstoffverbrauches konventioneller Allradantriebe mitzubringen. Eine feine Sache also…
Doch frage ich mich: Wie leistungsfähig ist dieser Allradantrieb?
Situationsbeschreibung:
Wir haben ein Haus in den Bergen, das über eine ca. 2,5 Kilometer lange Bergstraße vom Tal aus zu erreichen ist. Die Steigung beträgt in Talnähe harmlose 8%, steigert sich sehr bald auf durchschnittliche 15% und weist an einer Kehre mit 18% den stärksten Anstieg auf. Da diese Straße nicht zu den Wichtigsten des Gemeindegebietes gehört, wird sie im Winter bei Schneefall nicht vorrangig geräumt. So kann es schon vorkommen, dass die Straße stundenlang mit Neuschnee bedeckt ist, bis sie endlich geräumt wird. Ist dies erst einmal getan, so kann diese Straße sogar mit meinen Frontrieblern, ein Citroën C5 und ein Citroën C6 problemlos ohne Schneeketten bewältigt werden, denn der Split, den das Räumfahrzeug streut, sorgt für eine ausreichende Traktion, auch wenn die Räder nicht auf Asphalt, sondern auf festgefahrenen Schnee rollen müssen. Wenn allerdings der Schneepflug noch nicht da war, dann sind Berg- und Talfahrten ausschließlich mit Schneeketten möglich. Unter den „Bergbewohnern“ bin ich der Einzige, der das lästige Anlegen dieser „Traktionshilfen“ verrichten muss, denn unter meinen Nachbarn kommen ausschließlich Allradfahrzeuge zum Einsatz, die den Berg auch bei Neuschnee ohne Schneeketten bewältigen können.
So stellt sich mir nun die Frage, ob die Leistungsfähigkeit des elektrischen Allradantriebes an der Hinterachse ausreichen wird, um diese Bergstrecke zu bewältigen. Immerhin ist sie ca. 2,5 Kilometer lang und es sind dabei ca. 220 Höhenmeter zu überwinden. Ohne Frage wird die Kapazität des Akkus dafür nicht reichen, weshalb er längst erschöpft sein wird, bevor das Ziel erreicht ist. Nun ist mir bekannt, dass es einen Generator gibt, der im 4WD-Modus immer aktiv ist und der bis zu 6 KW leistet, was ungefähr 8 PS entspricht. Wenn man davon ausgeht, dass der Wirkungsgrad des Asynchronmotors maximal 90 % beträgt, so stünden damit im günstigsten Fall ca. 7,2 PS Antriebsleistung an der Hinterachse zur Verfügung.
Ich frage mich, ob dies ausreicht, um einem Fahrzeug, dessen Leergewicht schon bei nahezu zwei Tonnen liegt, an einer verschneiten Bergstraße, die bis zu 18 % steil ist, eine ausreichende Antriebsunterstützung an der Hinterachse zu bieten. Ich stelle mir gerade eine Situation vor, in der die Räder der Vorderachse an einer vereisten Stelle durchdrehen und lediglich die Räder der Hinterachse eine gute Traktion hätten, was aber nichts nützt, weil die Antriebsleistung von gerade einmal 7,2 PS nicht ausreicht, um das zwei Tonnen schwere Fahrzeug an dieser Position von der Stelle zu bringen.
Aus diesem Grund würde mich interessieren, ob es hier unter den Nutzern des RXH Hybrid „Bergbewohner“ gibt, die von ihren Erfahrungen am Berg berichten können. Willkommen sind freilich auch Berichte von „Flachlandbewohnern“, die aber schon Erfahrungen mit ihrem Hybriden in den winterlichen Bergen machen konnten. ;-)
Wie leistungsfähig ist dieser Allradantrieb an einer verschneiten Bergstraße?
Vielen Dank im Voraus für die Antworten!
Beste Grüße,
HIPPODAMOS
