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Peugeot 508 Forum 508 Hybrid, weiß jemand wie lang da die Lebensdauer der Bateri ist?

Bujar0902 06.06.2017, 14:26
Hallo Zusammen,

Ich will mir ein 508 Hybrid kaufen der ist von bj 2013 160 tkm, meine frage ist !
Wie lang die Batterien noch halt ? Quasi deren lebens dauer?

Vielen Dank im
Vorraus!




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martinwtal 06.06.2017, 16:00
Servus

Habe eine 508rxh bj 2012 mit bald 100.000km drauf der fährt noch 2 km elektrisch. Ist die Frage was du vom Akku erwartest?
Zitat Zitat von Bujar0902 Beitrag anzeigen
Hallo Zusammen,

Ich will mir ein 508 Hybrid kaufen der ist von bj 2013 160 tkm, meine frage ist !
Wie lang die Batterien noch halt ? Quasi deren lebens dauer?

Vielen Dank im
Vorraus!




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Bujar0902 06.06.2017, 17:22
Hallo Martinwtal

Ich habe Angst davor das die Akkus nicht mehr lange halten! Denn das auto ist ja 4 Jahre alt!
Ich wollte eigentlich rausfinden wie lange sie noch halten!

Danke


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martinwtal 06.06.2017, 18:39
Pauschal gibt es keine Zeitangabe das nach x Jahren der Akku kaputt geht. Peugeot gibt 5 Jahre Garantie auf den Akku, wenn du jedes mal die Inspektion bei einer Vertragswerkstatt gemacht. Ein Blick in das service Heft vor dem Kauf klärt dass.

Zum Akku selbst es ist ein NimH Akku mit 5,5aH. Diese alte nimh Technologie ist robust, dafür ist die Energiedichte ziemlich gering.

Leider gibt es keine Möglichkeit den Batterie zustand über odb2 abzufragen.
Zitat Zitat von Bujar0902 Beitrag anzeigen
Hallo Martinwtal

Ich habe Angst davor das die Akkus nicht mehr lange halten! Denn das auto ist ja 4 Jahre alt!
Ich wollte eigentlich rausfinden wie lange sie noch halten!

Danke


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DocHoliday 07.06.2017, 09:32
hi!

leider ist die nimh akkutechnologie schon bei einführung des rxh veraltert und nicht mehr zeitgemäß gewesen. ich weiss jetzt nicht genau wieviele nimh zellen verbaut sind, aber bedenke, das ganze akkupaket ist nur so gut wie die schwächste zelle.

und obwohl wir im rc car modellsport extrem sorgfältig mit den teuren nimh zellen umgegangen sind, hielten die ihre spannung und kapazität nicht sehr lange, vielleicht ein jahr, eher weniger..... und wir haben die zellen sehr aufwändig immer auf gleiche zellenspannung herunterentladen und angeglichen (ausbalanciert), damit alle zellen immer vom gleichen standpunkt aus geladen werden können. das macht der rxh mit sicherheit nicht.

lg mario
Soulman 07.06.2017, 17:44
Wieso soll der RXH das nicht machen? Zellen balance ist eigentlich Standard bei Hybrid Kisten, schon weil der Batterypack ja nicht ganz billig ist und *mindestens* 5 Jahre halten muss. Die nötige Ladeelektronik um Zellen zu balancen ist kein Voodoo UND bei NiMh wesentlich einfacher zu bauen als bei LiIo. (LiIo kann man ohne balancen gar nicht benutzen, die sind dann mehr oder weniger wegen ihrer Überladeempfindlichkeit sofort kaputt)


Ich weiss auch nicht so recht, ob man bei der Wahl von NiMh von "veraltet" reden muss.

Dazu holen wir mal ein wenig aus:
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist ja, das ein Hybrid dann am besten ist, wenn er möglichst lange elektrisch fährt. Das führt zu den aktuellen PlugIn Hybriden, bei denen der Begriff "Hybrid" so gemeint ist, dass es zwei Antriebe gibt, die tatsächlich komplett alternativ verwendet werden. Dabei wird gerne übersehen, dass der Wirkungsgrad der Umwandlung der Primärenergie in Bewegung bei modernen Verbrennern viel besser ist als beim Gesamtsystem Kraftwerk/Stromnetz/Batterie/E-Motor. Praktisch ist es viel ergiebiger, einen Liter Diesel in einem Automotor zu verbrennen und zum Vortrieb zu nutzen, als den in einem Kraftwerk zu verbrennen, dann über verlustbehaftete Stromleitung zu transportieren, in eine Fahrbatterie zu packen und dann (ebenfalls unter Wärmeverlust) im Elektromotor in Vortrieb umzuwandeln.

Umwelttechnisch sind daher PlugIn Hybride eher sinnlos und rechnen sich wirtschaftlich nur, weil Strom geringer besteuert ist als Benzin und die elektrischen Kilometer den Spritverbrauch rechnerisch deutlich senken. (Daher auch das interesse von Porsche und Audi etc, ihre Dickschiffe als PlugIn Hybrid anzubieten, das senkt rechnerisch den Flottenverbrauch und lässt sich marketingmäßig simpler auschlachten)

Tatsächlich unter ökologischen Aspekten sinnvoll sind nur Systemhybride, in denen beide Antreibe integriert arbeiten, also in der Regel BEIDE Antriebe zugleich das Auto antreiben oder zumindest automatisch gesteuert und fahrsituationsabhängig im schnellen Wechsel. Damit lassen sich nämlich 3 Energiesenken des reinen Verbrenners beheben:

1. Energierekuperation beim Bremsen, also Energie die sonst nur als Wärme verpufft wiederverwenden
2. Anfahrverluste minimieren: Verbrenner entwicklen keinen Drehmoment aus dem Stand und daher muss mit einer Kupplung zwischen stehenden Rädern und drehendem Motor vermittelt werden. Das passiert mit KupplungsSCHLEIFEN, also Umwandlung von Bewegungsenergie in … Wärme. Der "echte Hybrid" regelt das, indem der Wagen die ersten paar ZENTIMETER elektrisch fährt. Wenn die Räder erstmal drehen, kann man die Kupplung ohne Schlupf schliessen und hat keine Reibungsverluste.
3. Weniger Betrieb des Verbrenner in ungünstigen Drehzahlen oder insbesondere bei sehr geringer Last (fast Leerlauf, gerade so, dass man ihn nicht ganz abschalten kann). Das wird entweder dadurch erreicht, dass der Elektromotor den Wagen bewegt und der Verbrenner dann doch aus geht oder - falls das nicht geht, dass der Verbrenner wenigstens nebenher den Akku ein wenig lädt und damit wenigstens ein bisschen Last hat. Besonders auffälig z.b. wenn der Regenerationszyklus des Kat fällig ist. Der Motor MUSS tuckern, um die Temeperatur im Kat zu erhöhen. Beim RXH wird in der Zeit wenigstens der Fahrakku geladen, beim "normalen" 508 hingegen werden "nur" möglichst viele elektrische Verbraucher eingeschaltet um die nötige Last zu Erzeugen. (Spiegelheizung, Heckscheibenheizung etc.)

Der integrierte Hybride erhöht also in erster Line den Wirkungsgrad des Verbrenners. Rein elektrisches Fahren über grössere Strecken als ein paar hundert Meter dahinrollen ist gar nicht das Ziel.


All das erfordert eben nicht eine Batterie mit hoher Kapazität. Faktisch braucht der RXH z.b. nur ca. 30% der installierten Kapazität um die oben genanten Vorteile zu heben. Die irrtümlich von Vielen als wichtig angenommene maximal elektrisch zurücklegbare Strecke ist nur im Sonderfall interessant ("will leise nachts durchs Wohngebiet" oder so) aber wirtschaftlich ohne Belang.


Was also braucht man? Eine nicht besonders grosse Fahrbatterie, die möglichst robust ist und günstig. Da ist NiMh die bessere Wahl als LiIo, vor allem da billiger, einfacher zu balancen als LiIo, deutlich geringer empfindlich gegen Tiefentladung UND Überladung. Nebenher ausserdem thermisch wenig empfindlich, das meint nicht nur de Gefahr des "thermischen Durchgehens" (weniger aufwändige Kühlsysteme nötig)sondern auch die mögliche Brandlast bei Unfällen. Wer mal eine liIo Batterie hat brennen sehen weiss Bescheid.

Das alles macht für echte Hybride, die nicht mit möglichst langer elektrischer Reichweite prahlen wollen, NiMh die erste Wahl. Der original Prius hat übrigens auch NiMh Akkus. Nur der "PlugIn" Prius hat wieder LiIo ... weil der ja möglichst lange rein elektrisch fahren soll.

Übrigens werden die RXH Batterien nur bis maximal 80% geladen und bei 20% Restladung ist Ende mit Entladung.
Selbst diese Werte werden kaum genutzt. Im Normalbetrieb wird der Akku sogar nur zu 50% geladen. Die restliche Kapazität wird für Bergabfahrten mit "Motorbremse" bereitgehalten. Ich habe in den jetzt fast 5 Jahren in denen ich mit RXHs rumfahre vielleicht 4x eine laut Anzeige komplett (in Realita dann zu 80% geladene) Fahrbatterie gesehen.

Kurzum:
1. Ich würde mir da wenig Sorgen machen, die Akkus werden nicht echt gequält.
und
2. Der RXH wird auch dann noch gut funktionieren, wenn die Batterien nur noch 50% Restkapazität oder sogar weniger haben. Er wird nur nicht mehr so weit rein elektrisch fahren, das ist aber bei "echten" Hybriden sowieso *nicht* das Ziel.

Und was bringt das Ganze? Ich bewege mich in Berlin mit im Schnitt 6 Litern. Das ist keine Sensation aber auch nicht schlecht für ein fast-5-Meter Auto. Rein wirtschaftlich ist das sowieso für die meisten nicht lohnend.
Cusminus 11.06.2017, 19:35
Hallo,

ich habe meinen 508 Hybrid aus 2013 in 2016 mit knapp 50.000 km gekauft. Jetzt mit 83.000 km hält der Akku noch seine versprochenen 2 km Strecke. Wobei das auch relativ ist. Ich hatte es bei Stop´n Go im Innenstadtverkehr von der Autobahn kommend getestet. Den Wagen auf ZEV-Modus gestellt und Zählerstand gemerkt. Nach etwas mehr als 2 km mit Geschwindigkeiten von 0 - 55 km hat sich die Motor zugeschaltet. Nun ist das mit Deinem Wagen nicht zu vergleichen, da hier aus 2013 bereits die 4fache Laufleistung entgegen steht. Aber das lässt sich ja auf einer ruhigen Straße testen. Halber Akku muss 1 km bringen.

Ansonsten den fragen, ob es hierzu einen "Test" gibt, mit dem man die Güte des Akkus testen kann? Die können mit Ihren Testgeräten ja viel tiefer in die Elektronik blicken, als wir das mit dem OBD2-Kaufhaus-Dongle können.

Und danke der Elektronik kann man den Wagen prinzipiell kaum bis gar nicht im Auto-Modus leer fahren. Nur bei ausgedehnten Stop´n Gos gelingt mir das. Üblicherweise bleiben immer so 2-3 Balken über. Ebenso genial ist die von Soulman beschriebene Regeneration. Wenn ich im Stadtverkehr die Meldung erhalte "E-Modus momentan nicht verfügbar" weiß ich, dass er regeneriert und Last aufbaut. Und hierbei wird immer, egal in welchem Speicherstand des Akkus, zugeladen. Es sei denn der Akku ist voll. Aber auch das ist bei mir eine absolute Seltenheit.

Ich würde mir auch bei 160.000 km keine Gedanken machen, wenn der E-Antrieb bei der Testfahrt keine Auffälligkeiten zeigt bzw. im ZEV-Modus bei Tempo 50 km/h unter Berücksichtigung des Ladestandes entsprechend weit kommt.