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[Gelöst!] Kein Zündfunke! nach ~1/2 Jahr Standzeit
Peugeot 306 Forum
[Gelöst!] Kein Zündfunke! nach ~1/2 Jahr Standzeit
[Problem gelöst! Lösung auf Seite 2]
Hallo zusammen!
Seit Mai 2010 besitze ich einen 306 Phase 3, der immer einwandfrei und zufriedenstellend lief. Momentan ist er seit ca. 7 Monaten abgemeldet und steht in der Garage. Als er ca. 1-2 Monate abgemeldet war, habe ich den Wagen zuletzt gestartet und alles hat soweit einwandfrei funktioniert. Im Dezember wollte ich den Wagen noch einmal starten, allerdings ohne Erfolg. Die Batterie war tiefentladen (3,5V), da ich vergessen hatte, sie nach der Abmeldung des Fahrzeugs abzuklemmen. Habe dem Wagen darauf (mit einem Diesel-Kombi) Starthilfe gegeben, der Wagen ist jedoch trotzdem nicht angesprungen. Tatsache ist, dass es nach der Orgelorgie nach unverbranntem Benzin roch. Da ich mich damit erstmal nicht weiter auseinander setzen wollte, habe ich die Batterie abgeklemmt, daheim aufgeladen und den Wagen bis vor Kurzem so stehen lassen.
Erst einmal weitere Daten zu meinem Peugöchen
:
- Baujahr 03.2001
- Motor TU5JP NFT (1,6 L, 98 PS)
- Funk ZV, WFS mit Transponder im Schlüssel
- weitere Informationen benötigt?
Nun habe ich mich wieder an das Auto gemacht, da ich gerne einen fahrbereiten Wagen in der Garage haben möchte. Habe also etwas Bremsenreiniger als Startpilot beim Orgeln in den Ansaugtrakt gesprüht - ohne Erfolg, keine einzige Explosion zu hören -> kein Zündfunke. Mir ist dabei aufgefallen, dass rechts an der Zündbrücke (immer von vorne in den Motorraum schauend) ein schwarzes Plastikteil lose herumhing. Am anderen Ende des Teils geht ein Plastikkabel in den Zündkabelbaum. Das schwarze Plastikteil ist ein 2,2µF Kondensator, der wohl zum Glätten von Spannungsspitzen durch die Zündung verbaut ist. Er hing lose im Motorraum, da ein Metallplättchen, welches normalerweise auf der anderen Seite aus dem Kondensator herausragt und an Masse geschraubt wird, abgefallen war. Ich weiß nicht, ob der Kondensator bereits auseinander gefallen war, als der Wagen noch lief, allerdings ist es mir vorher noch nie aufgefallen.
Die Masseverbindung des Kondensators wird folgendermaßen hergestellt: Über zwei "Stehbolzen mit integrierter Mutter" wird die Zündbrücke (integrierte Zündspulen) an den Motorblock befestigt. Auf den rechten Bolzen wird obendrauf einmal das Masseplättchen des Kondensators sowie ein weiteres Plättchen mit einer Mutter befestigt. An dem zweiten Plättchen hängt ein weißes Kabel, welches ebenfalls im Zündkabelbaum verschwindet. Die Verbindung war extrem korrodiert und hatte über 8 Ohm Widerstand zur Masse der Batterie. Ich habe alles entfernt, freigekratzt und gereinigt, einen gleichen Kondensator vom Schrott besorgt und per Lötverbindung wieder sauber an den Kabelbaum gebunden + Schrumpfschlauch und wieder alles verschraubt. Der Widerstand ist jetzt so gut wie weg (glaube 0,7 Ohm), allerdings lässt sich der Wagen immer noch nicht starten.
Weiters habe ich den Stecker, der an die Zündbrücke geklemmt wird, durchgemessen. Es sind vier Pins: 12V vom Doppelrelais, zwei Mal geschaltete Masse vom Steuergerät für die Zündung von jeweils zwei Zylindern (Wasted Spark Zündung) und noch ein Pin, dessen Funktion mir nicht bekannt ist. Tatsache ist, dass beim Orgeln 12V vom Doppelrelais gegen Batteriemasse anliegen und die Benzinpumpe hörbar läuft. Das Problem ist, dass keine Masse auf den Stecker geschaltet wird. Habe es mittels Multimeter und zusätzlich wegen der Trägheit des Multimeters mit zwei LEDs geprüft. Diese sollten beim Orgeln flackern - tun sie aber nicht. Alle Stecker und Kontakte am Steuergerät sowie Doppelrelais sind wie neu. Habe sie dennoch mit Kontaktspray eingesprüht. Der Stecker vorne rechts unten im Motorraum ebenfalls.
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen! Was kann dafür verantwortlich sein, dass das Steuergerät keine Masse an die Zündspule schaltet? Welche Stecker oder was sonst kann ich noch prüfen? Wenn es die WFS wäre, dann würde er auch keinen Sprit bekommen, oder? Crash Schalter habe ich der Vollständigkeit halber auch gedrückt. Wie kann ich den OT-Geber prüfen? Was ist außerdem Voraussetzung für einen Zündfunken?
Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße!
EDIT:
Wenn der Schlüsse auf Zündung gestellt wird, liegt kurz 12V am Zündbrückenstecker an, dann erst wieder beim Orgeln. Soweit ich verstanden habe, ist das normal. Wenn ich allerdings die Sicherung für die Benzinpumpe ziehe, liegen plötzlich dauerhaft 3,irgendwas Volt an, auch wenn der Schlüssel abgezogen ist. Kann das jemand bestätigen oder bei sich prüfen? Danke!
Niemand? Habe bis jetzt noch die im Schaltplan als Masseleitungen gekennzeichneten Pins in den Steckern vom Steuergerät auf Durchgang geprüft - alles okay. Außerdem die zwei Leitungen zum Drehzahlgeber sowie die Masseleitungen zur Zündspule.
Weiß jemand, wo ich günstig an ein Steuergerät zum Testen für den 98 PS TU5JP komme? Oder kann man auch das Steuergerät vom 89 PS nehmen (zum Testen).
tut mir echt leid - weiß ich nicht
Danke für die Antwort
Ich hoffe, dass sich noch jemand meldet, der ein paar Vorschläge parat hat. Bis jetzt konnte ich noch nichts am Wagen machen. Werde als nächstes messen, ob der OT-Geber eine (Wechsel-)Spannung ausgibt beim Orgeln.
MfG
BTW: Kann mir jemand sagen, wie ich meine Anmeldung hier im Forum speichern kann, sodass ich mich nicht jedes mal neu einloggen muss (Cookies) ?
Ob es wirklich daran liegt, dass das Steuergerät keine Masse aufschaltet kannst Du doch dadurch prüfen, dass du die Masseverbindung für einen Startversuch direkt herstellst, oder ? Hast Du die Zündspulen selbst mal durchgemessen? Hast Du mal die ZüKerzen nacheinander an Messe gehalten und nachgesehen, ob sie wirklich keinen Funken haben? Ist die Masseverbindung des Steuergerätes sicher?
Hey,
Danke für die Antwort! Einfach provisorisch ein Massekabel zu legen, funktioniert leider nicht! An der Primärseite der Zündspulen liegen dauerhaft 12 Volt an. Der Zündimpuls wird durch geschaltete Masse vom Steuergerät gegeben. Das heißt, das STG schaltet kurz Masse an die Spule, sodass primärseitig ein Strom fließen kann (Stromkreis geschlossen) und kappt dann die Masseverbindung wieder. Das Magnetfeld, welches durch den geflossenen Strom erzeugt wurde/wird, induziert sekundärseitig dann die für den Zündfunken notwendige Hochspannung.
Das Problem ist, dass das Steuergerät die Masse nicht durchschaltet, gemessen am Stecker, der an die Zündbrücke bzw. Zündspuleneinheit geschlossen wird. Die Zündspule an sich spielt also überhaupt noch nicht mit. Ich sage übrigens Zündspuleneinheit, da es keine einzelnen Zündspulen mehr bei meinem Modell gibt, sondern sowas: http://www.amazon.de/Z%C3%BCndspule-...CHR%C3%84GHECK
In dem Teil befinden sich zwei Zünspulen, die für jeweils zwei Zylinder die Zündspannung transformieren.
Ich habe bereits versucht eine Zündkerze in die Zündbrücke zu stecken und dann an Masse zu halten. Es war auch kein Zündfunke sichtbar.
Ich habe die Masseleitungen vom Steuergerät nach Schaltplan alle durchgeohmt und hatte bei jeder einen Wert von ca. 0,7 Ohm zur Batteriemasse. Ich denke, das sollte in Ordnung sein? Habe drei Massepunkte an der Karosserie mal abgeschraubt und gereinigt, hat allerdings nichts gebracht, die sahen soweit auch relativ gut aus. Alle Punkte befinden sich, wenn man vor der Motorhaube steht, rechts im Motorraum. Zwei etwa unter dem Batteriekasten und einer etwas weiter hinten nahe der Spritzwand. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine andere Masseverbindung durch das lange Stehen oxidiert ist und das den Start verhindert. Ich weiß allerdings nicht, welche Punkte ich noch prüfen soll?
Weiss nicht...
Sollte es eine Transistorzündung sein, kann es möglich sein, dass man das "Durchschalten" messen kann. Die kleinen Zündspulen sprechen aber eher dagegen.
Wenn man davon ausgeht, dass es sich um eine kapazitive Entladungsschaltung handelt (CDI), dann kannst Du mit Hausmitteln gar nichts messen. Die (relativ kleinen) Zündspulen dienen hier nur als Transformatoren, nicht als Energiespeicher (die Energie kommt aus einem Kondensator, die Zündspannung entsteht hier NICHT durch Abschalten des Primärstroms sondern durch Transformation der im Kondensator gespeicherten und über eine Thyristorschaltung ausgelösten Zündspannung). Weiß jemand was genaueres zur Zündsteuerung bei seinem Modell?
Hi wergan,
ich denke, es handelt sich um eine Transistorzündung. Eine Suche nach "peugeot 306 transistorschaltung" landet ein paar Treffer, die dies vermuten lassen. Z.B. http://www.callparts.de/fahrzeugteil...a7-ab93-7a7-ab
Davon abgesehen habe ich im Schaltplan und Ersatzteilkatalog keinen entsprechenden Kondensator gefunden. Die Zündbrücke wiegt auch ein gutes Stück und ist nicht unbedingt klein, also ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das alles über das Ding läuft. Der einzige Kondensator, den ich in dem Auto gefunden habe, ist ein 2,2µF, der an einer Leitung aus dem Zündkabel rausragt und masseseitig am Motorblock befestigt ist.
Was meinst Du genau mit "Durchschalten messen" ? Dafür muss man wahrscheinlich dann das Steuergerät öffnen, oder? Das steht auf meiner ToDo-List dann an letzter Stelle. Vielleicht sind da ja irgendwelche Leiterbahnen weg gegammelt. Soll ja schonmal vorkommen sein...
Das "durchschalten messen" kam doch von Dir und meinte offenbar, dass man wie früher bei Kontaktzündung auch hier das öffnen und und schließen des Primärstromkreises messen könnte. Das bezweifle ich aber sehr. Leider ist die Bezeichnung "Transistorzündung" im allgemeinen Sprachgebrauch für alle Arten elektronischer Zündschaltungen in Gebrauch. Bei einer CDI liegt die gesamte Schaltung einschl. Thyristor und Kondensator im Steuergerät. Vor eigenen Eingriffen darin würe ich dringend abraten. Es gibt Firmen, die sich auf die Reparatur spezialisiert haben, aber ich denke, dass der Kauf eines gebrauchten (MIT PASSENDEM TRANSPONDER) günstiger und schneller kommt.
Fällt mir gerade ein: wenn Deine Annahme stimmt, kannst du doch mit einer supereinfachen Hilfsschaltung prüfen, ob die Zündspulen funktionieren: Wie du schreibst liegt ja Dauerplaus an, dann kansst Du durch an-Masse-legen des steuergeräteseitigen Kontaktes der ZüSpu und wieder öffnen (einfaches Stück Draht) einen (bzw zwei) Zündfunken erzeugen.
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