Peugeot 205 Forum
Bremsbeläge festgerostet
Hallo zusammen, vielleicht kennt ja jemand dieses 205er-Phänomen...:
betreibe meinen 205er mit einem Saison-Kennzeichen, sprich
er steht immer 6 Monate still, bis er wieder "ran darf".
In dieser Zeit rosten vorne die Bremsbeläge an
die Bremsscheibe dermaßen fest, dass sie sich nur mit großem
(Motor-)Kraftaufwand wieder lösen! Das lässt dann immer einen
richtigen Schlag. Hatte früher schonmal einen 205er, bei dem
hatte ich genau dasselbe Problem! Bei meinem anderen Saison-Fahrzeug
(VW Käfer) kleben die Beläge in den 6 Monaten zwar auch leicht an,
aber lang nicht so stark wie beim 205... - woran kann das liegen?
Bremsbeläge&Scheiben bei Peugeot aus minderwertigem Material?
Danke und Grüße,
Roland Garros
Hallo,
an deiner Stelle würde ich, wenn ich das Auto über Winter abstelle, erstmal aufbocken und die Bremssättel vorne etwas auseinanderdrücken, sodaß die Beläge nichtmehr an der Scheibe anliegen.
Wo genau die Ursache des Festklebens liegt kann ich dir so nicht sagen, eventuell ist der Bremssattel etwas schwergängig? Einfach mal ausbauen, die Beläge entfernen, die Gleitflächen reinigen und mit Kupferpaste schmieren. Aufpassen, daß keine Kupferpaste an die Bremsscheiben und/oder -beläge kommt.
Gruß,
Manu
Hallo Manu, danke für Deine schnelle Antwort :-)
Die Idee mit den Bremsbelägen auseinanderdrucken oder gar die Beläge
komplett für die Dauer der Ruhezeit auszubauen, hatte ich auch schon.
Nur geht das schlecht, weil ich eine Doppelparker-Garage angemietet
habe zu der ich hinfahren muss und die ist so schmal, niedrig und dunkel,
dass man das Fahrzeug nicht aufbocken kann...
Gruß,
Rolando
Nun, dann solltest du umso mehr dein Augenmerk auf gut gewartete, leichtgängige Bremssättel legen.
Dann das Auto nur bei trockenem Wetter für den Winter abstellen, feuchte Bremsscheiben und -beläge gammeln viel schneller fest.
Nach dem Abstellen und dann alle paar Tage oder Wochen das Auto hin und her schieben ohne die Bremse nochmals zu betätigen.
Erstens sorgst du damit dafür, daß die Bremsbeläge sich von den Scheiben lösen können, zweitens tust du den Reifen einen Gefallen, wenn du das Auto mal hinten, mal vorne (in der Garage) stehen lässt und die Reifen nicht die ganze Zeit auf ein und derselben Stelle aufstehen (Standplatten).
Vielleicht kannst du beim Einfahren in die Garage auch auf die Betriebsbremse verzichten und das Auto nur mit der Handbremse zum stehen bringen, diese aber unbedingt wieder lösen über Winter, daß die nicht festgammelt. Wenn das alles nichts hilft, dann laß deine Bremsen von einem Fachmann instandsetzen.
Gruß,
Manu
hallo
einfacher wäre vermutlich, die sättel mal zu überholen.
dein problem kann eigentlich nur an einem schwergängigen bremskolben, oder noch wahrscheinlicher an vergammelten Führungen der schwimmsättel liegen. diese hülsen lassen sich einzeln tauschen. vermutlich würde es aber schon reichen die Führungen zu reinigen/entrosten und anschließend mit keramikpaste zu behandeln. (Keramik ist unproblematischer als kupfer im Bereich der bremsen-thema alusättel)
Keramikpaste? Danke, wieder was gelernt
. Schwergängige Bremssättel hatte ich ja auch gleich in Verdacht, ich reinige bei meinen die Führungen grundsätzlich auch beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen. Das allerdings kommt im vorliegenden Fall ja nicht vor.
Okay, die Bremssättel kann ich mal wieder richtig gangbar machen, hatte ich eh schon länger vor.
Und trocken abstellen, möglichst nur mit Handbremse mach ich auch immer, und zwar nicht den Winter,
sondern den Sommer über
Und auch von mir danke für den Keramikpasteten-Tip, ich hätte auch die
gute alte Kupferbolzen-Schmiere verwendet...
Aber ich glaube nicht, dass es hauptsächlich daran liegt. Weil wie gesagt, hatte ich genau dieses
Problem auch schon bei meinem ersten 205er. Und dass Bremsbeläge bei längerer Standzeit
festkleben/festrosten ist ja auch normal, aber halt nicht so extrem fest! Nach der ersten Standzeit
musste ich sogar die Bremsscheiben erneuern, da die Korrosion an der Stelle wo die Bremsbeläge
festgerostet waren, sich so tief in die Oberfläche gefressen hat, dass sich das beim Fahren nicht
mehr raus geschliffen hat... Wie gesagt, bei anderen Fahrzeug passiert das ja auch, aber längst
nicht so extrem.
Glaube vielmehr, dass es am Belag-und/oder dem Scheiben-Material liegt(hoher Schrottanteil).
Würde mich halt interessieren, ob dieses Problem hier noch weitere kennen.
Gruß,
Dr.Garroso
Also ich bin der Meinung, daß schwergängige Bremssättel die Haupt-, wenn nicht sogar die einzige Ursache für dein Problem sind. Gut gepflegte, leichtgängige Bremssättel lösen sofort, wenn kein Bremsdruck mehr vorhanden ist (Bremssättel mit Feststellbremse mal ausgenommen). Da sollte das Rad sofort frei drehen können. Wenn aber nur ein klein wenig Bremsstaub dies behindert, die Beläge sich nicht ganz lösen, dann noch etwas feucht sind, dann pappen die eben an. Und rosten fest. Wer sagt, daß die Bremssättel an deinem letzten 205er leichtgängig genug waren?
Hmmm, na gut... - dann werde ich die mal so gangbar wie nur möglich
machen und dann im Herbst berichten, ob es was gebracht hat.
Hallo,
der Thread ist zwar schon ein paar Wochen alt , aber mir ist gerade langweilig und so möchte ich meinen Senf auch dazu abgeben.
Ich denke , daß dieses Phänomen tatsächlich auf das Material von Scheibe / Belag zurückzuführen ist. Wenn ich mir Scheiben von Fahrzeugen anschaue , die eine Nacht bei feuchter Witterung standen , dann zeigen einige schon Flugrost , andere sind noch nach Wochen absolut blank . Besonders heftig war das bei Moto Guzzis der 70er und 80er zu beobachten.
Bei Scheibenbremsen wird ja im Gegensatz zur Trommel beim Lösen der Bremse erstmal nur der Druck vom Belag genommen . Bei der Trommelbremse wird dann mittels Feder der Belag zurückgezogen . Bei der Scheibenbremse besteht nur eine klitzekleine Federwirkung durch den O-Ring im Sattel , der sich beim Bremsen etwas verdreht und beim Lösen der Bremse wieder in seine entspannte Lage zurückkehren möchte . Ein Spalt entsteht nur durch thermische Ausdehnung und Bewegung der Scheibe; Selbst der gangbarste Sattel ändert daran nichts.
Ich bin kein Freund vom Prinzip "geldmachen-mit-Mitteln-für-jedes-kleine-Wehwechen" , aber speziell für Scheibenbremsen die lange nicht bewegt werden gibt es Korrosionsschutzsprays , die bei Inbetriebnahme nichtmal entfernt werden müssen.
Wobei das wie gesagt kein modellspeziefisches Problem ist , sondern ein Problem des Materials. Selbst Originalersatzteile müssen nicht immer vom selben Hersteller kommen und können so durchaus in der Qualität variieren. Ich kaufe deshalb Bremsscheiben und Beläge nur im Zubehörhandel von den namhaften Herstellern.
Aber selbstverständlich müssen Sattel und Beläge gangbar sein - das ist Grundvoraussetzung .....
Grüße
Peter
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