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Peugeot 5008 Forum 5008 springt bei Frost nicht mehr an!

HB5008 12.02.2012, 21:00
Hallo zusammen,

Nun hats uns auch erwischt - nach 6000 sehr zufriedenen km mit unserem 5008 Vti 120 PS hat der Frost dem Wagen ordentlich zugesetzt. Als es wirklich kalt war, brauchte es manchmal drei, vier Anlass-Versuche, um zu den Motor zum Laufen zu bewegen. Sonst sofort abgesoffen, also anscheinend keine Kraftstoffzufuhr. Manchmal ging er dann kurz danach wieder aus, während der ersten Meter. Jetzt, bei -3 Grad (also gar nicht mehr sooo kalt ) sprang er zum ersten Mal gar nicht mehr an. der Anlasser ist es sicher nicht, der arbeitet zuverlässig.

Hat jemand gerade ähnliche Erfahrungen gemacht? Was könnte die Ursache sein? Beim Googeln bekommt den Eindruck, dass die Fachwerkstätten auch nicht ganz schlau daraus werden - oder WOLLEN sie nicht und warten einfach auf steigende Temperaturen, damit sich das Problem von alleine löst?

Danke für eure Hinweise,
HB5008
obro 13.02.2012, 19:36
hi hb5008!
bin aus Ö - habe HDI mit 150PS. 33Ts. km. -15 grad und bis zu 6x starten hatte ich diesen winter erstmals. tipp vom meister: mal anderen diesel versuchen, ich hatte in letzter zeit bei diskontern getankt. um das vernünftig zu beobachten müßte man aber die minusgrade länger haben - ich benötige meinen wagen nicht täglich. so bekommmen wir bald wärmere temp. - also wie beobachten ?
LG
robert
heiko_295 13.02.2012, 20:16
Spritqualität dürfte beim Benziner kaum ein Grund sein.
Mein 120VTi (~28000km) startet völlig problemlos auch bei -15°C, hört sich an wie bei warmen Außentemperaturen und ist auch relativ schnell warm.
homedunk 15.02.2012, 13:50
obro schrieb:
hi hb5008!
bin aus Ö - habe HDI mit 150PS. 33Ts. km. -15 grad und bis zu 6x starten hatte ich diesen winter erstmals. tipp vom meister: mal anderen diesel versuchen, ich hatte in letzter zeit bei diskontern getankt. um das vernünftig zu beobachten müßte man aber die minusgrade länger haben - ich benötige meinen wagen nicht täglich. so bekommmen wir bald wärmere temp. - also wie beobachten ?
LG
robert
hatte den 150 HDi am Wochenende als Probewagen. Nach ca. 20 Stunden Stand bei -10 Grad wollte die Kiste nicht anspringen, habe einige Versuche mit viel Gaspedal Betätigung gebraucht. Der Händler meinte ich sollte schon 5 Sek vorglühen lassen, ich bin aber nicht ob es daran lag.
funny2210 15.02.2012, 14:24
Der Ersteller hat einen Benziner. Wenn dieser bei Kälte nicht anspringt, liegt ein Defekt vor.

Der Diesel muss bei solch tiefen Temperaturen vorglühen. Dan läuft er prima - außer wenn kein Winterdiesel im Tank ist oder es für diesen zu kalt wird...
5008Fam 18.02.2012, 23:13
Bei Kurzstreckenfahrzeugen gibt es eine Öl-Wasser Emulsion im Zylinderkopf. Gefriert ab -10°C. Laß mal eine Handcreme im Auto liegen, gefriert da genauso.

VTI läßt sich nicht mehr steuern -> Fehler im Motormagment -> startet nicht, erst nach dem auftauen.

Andere Möglichkeit: Motortemperaturfühler gibt falschen Wert an. Motor hat dann die falsche Spritmenge zur falschen Zeit.

Mach mal den Öleinfülldeckel auf, alles andere als normales Öl am Deckel friert ein.

Abhilfe: Motor in der Regenzeit vorm Winter regelmäßig heißfahren. Damit verdunstet der Wasseranteil aus dem Öl.
P-Wolf 19.02.2012, 09:32
Das hat mit der Regenzeit nur bedingt zu tun. Beim Verbrennen von Benzin oder Diesel entsteht neben CO2 auch Wasser - unabhängig von der Luftfeuchtigkeit kommt das auch so ins Öl. Da hilft es nur, Kurzstreckenbetrieb zu vermeiden und den Motor regelmäßig auf Betriebstemperatur zu bringen.
5008Fam 19.02.2012, 20:31
Fangfrage! Wann ist die Luftfeuchtigkeit höher im Herbst oder im Sommer??

Im April hat die Luft natürlich auch einen höheren Feuchteanteil, friert im Sommer aber selten fest, sieht im Ventildeckel aber genauso aus, scheint aber dann keinen zu interessieren!

Das "Wasser" kommt auf zwei Wegen ins Öl:
1) aus der Ansaugluft, landet im Zylinderraum, verbindet sich teilweise mit dem Öl,
2) Durch die Belüftung des Motors.
P-Wolf 20.02.2012, 08:26
5008Fam schrieb:

Das "Wasser" kommt auf zwei Wegen ins Öl:
1) aus der Ansaugluft, landet im Zylinderraum, verbindet sich teilweise mit dem Öl,
2) Durch die Belüftung des Motors.
Deine Aussage hat mich interessiert, und da habe ich kurz mal eine Überschlagsrechnung gemacht, woher denn das meisste Wasser kommt, das in den Motor gelangt.

Klugescheißmodus an:

Eine Überschlagsrechnung - wer andere Dinge behauptet muss sie vorrechnen!

Die Annahme ist also ein Benzinmotor mit 1,6l Hubraum. Es wird in einer Stunde eine Strecke von 100km zurückgelegt mit einer mittleren Drehzahl von 2500 U/min (passt das?)

Also dreht der Motor insgesamt 60*2500 U = 150.000 U

Bei jeder Umdrehung wandern 1,6l Luft durch den Motor --> insgesamt 240.000l = 240 m^3.

Luft kann bei 10°C max. 9,41g Wasser pro m^3 aufnehmen, bei 70% relativer Luftfeuchte sind das ca. 6,6g.

Bei 240 m^3 gehen also auf diesem Weg 240*6,6g = 1584g also ca. 1,6l Wasser durch den Motor.

Bei einem angenommen Verbrauch von ca. 8l Benzin entstehen aber bei der Verbrennung selbst ca. 8l Wasser.

Das heißt, unter den genannten Bedingungen entsteht im Motor bei der Verbrennung 5 mal so viel Wasser wie durch die Ansaugluft von außen in den Motor gelangt. Andere Bedingungen kannst du ja selbst berechnen.

Ich ergänze deine beiden Punkte also durch den Punkt 3:

3. Wasser kommt durch die Verbrennung des Benzins in den Motor.

Zu Punkt 2: den kann man gegenüber den anderen Punkten wohl vernachlässigen...

Klugscheißmodus aus.

Gruß
P-Wolf
funny2210 20.02.2012, 11:07
P-Wolf schrieb:
5008Fam schrieb:

Das "Wasser" kommt auf zwei Wegen ins Öl:
1) aus der Ansaugluft, landet im Zylinderraum, verbindet sich teilweise mit dem Öl,
2) Durch die Belüftung des Motors.
Deine Aussage hat mich interessiert, und da habe ich kurz mal eine Überschlagsrechnung gemacht, woher denn das meisste Wasser kommt, das in den Motor gelangt.

Klugescheißmodus an:

Eine Überschlagsrechnung - wer andere Dinge behauptet muss sie vorrechnen!

Die Annahme ist also ein Benzinmotor mit 1,6l Hubraum. Es wird in einer Stunde eine Strecke von 100km zurückgelegt mit einer mittleren Drehzahl von 2500 U/min (passt das?)

Also dreht der Motor insgesamt 60*2500 U = 150.000 U

Bei jeder Umdrehung wandern 1,6l Luft durch den Motor --> insgesamt 240.000l = 240 m^3.

Luft kann bei 10°C max. 9,41g Wasser pro m^3 aufnehmen, bei 70% relativer Luftfeuchte sind das ca. 6,6g.

Bei 240 m^3 gehen also auf diesem Weg 240*6,6g = 1584g also ca. 1,6l Wasser durch den Motor.

Bei einem angenommen Verbrauch von ca. 8l Benzin entstehen aber bei der Verbrennung selbst ca. 8l Wasser.

Das heißt, unter den genannten Bedingungen entsteht im Motor bei der Verbrennung 5 mal so viel Wasser wie durch die Ansaugluft von außen in den Motor gelangt. Andere Bedingungen kannst du ja selbst berechnen.

Ich ergänze deine beiden Punkte also durch den Punkt 3:

3. Wasser kommt durch die Verbrennung des Benzins in den Motor.

Zu Punkt 2: den kann man gegenüber den anderen Punkten wohl vernachlässigen...

Klugscheißmodus aus.

Gruß
P-Wolf

Ich mache mir jetzt nicht die Mühe, über Temperaturen zu googeln - aber das Wasser, das über den Sprit in den Motor kommt, wird meines Erachtens zu einem weitest überwiegenden Teil sofort wieder "ausgepufft". Da gibt es - außer an den Kolbenringen vorbei, kaum die Chance, überhaupt im Motor zu verbleiben.

Motoröl ist, im Gegensatz zu Bremsflüssigkeit, wohl nicht wirklich hygroskopisch, d.h. es nimmt nun nicht gerade freiwillig Wasser auf. Durch richtiges "Warmfahren" bekommt man, wenn kein Defekt vorliegt, das Wasser auch wieder raus aus dem Öl. Immer, wenn der Ölstand bei einem Motor steigt, sucht man nicht von Ungefähr nach einem Defekt, oft ist es dann in der Zylinderkopfdichtung.

Natürlich gibt es konstruktive Probleme, vgl. VW mit den "gefrorenen Motoren", wo eine Entlüftung zugeeist ist und zu "Platzern" führte...