Joshua
30.04.2006, 11:46
Moin Gemeinde,
nun bin ich seit zwei Jahren stolzer Löwen-Besitzer (307 1.6, Bj. 2001) und habe bisher wenig zu meckern gehabt. Nun aber bin ich ins Grübeln gekommen und bitte um eure Meinung.
Zur Sache:
Mein 307 wurde ab Werk mit einigem Schnick-Schnack geliefert, Front- und Heckspoiler, Doppelrohr-Auspuffanlage, BBS-Felgen und der werkseigenen Tieferlegung mit Eibach-Federn bei Verwendung der normalen Dämpfer.
Der Vorbesitzer hatte grad mal 23TKM auf den Tacho gefahren, in den letzten zwei Jahren bin ich ebensoviel Kilometer gefahren, der Tacho steht also bei 46TKM.
Seit einigen Wochen nervte mich, insbesondere beim Fahren mit mehr als zwei Personen, ein "Plöng", das eindeutig aus dem hinteren Bereich des Fahrzeugs kam; spätestens seit Montage der Sommerreifen vor drei Wochen fiel mir die im Vergleich zu den Vorjahren schlechtere Strassenlage auf, ich hatte das Gefühl, das Auto doppt mir weg.
Also auf zur Werkstatt, Probefahrt mit dem Meister und Test der Dämpfer auf dem Prüfstand. Befund des Meisters: Komische Geräusche, klingt nach kaputten Dämpfern. Das Prüfprotokoll hingegen attestierte meinen Dämpfern noch 71% Leistung, was völlig im Rahmen und bei 4 1/2 Jahren Fahrzeugalter durchaus normal ist.
Auch die Sichtprüfung der Dämpfer nach ausgelaufenem Öl blieb ergebnislos.
Nichtsdestotrotz entschloss ich mich, im Rahmen der Inspektion alle vier Dämpfer tauschen zu lassen und was soll ich sagen: Strassenlage wieder 1a und vor allem keine "Plöngs" mehr beim Fahren, auch nicht, wenn vier Mann im Wagen sitzen.
Der Wermutstropfen war dann die Rechnung:
Satte 1.132 Euro habe ich in der Werkstatt gelassen, was erstmal ein Schock war. Ich habe die Rechnung daraufhin mit einem Kumpel, seineszeichen selbst Kfz-Meister, Punkt für Punkt durchgesprochen. Die einzelnen Rechnungspositionen sind schlüssig, die berechneten Arbeitszeiten liegen _unter_ dem Durchschnitt und auch die Preise für Ersatzteile wie Zündkerzen oder die Dämpfer selbst bewegen sich einem preislich eher niedrigen Rahmen.
Alles in allem also ein dicker Pluspunkt für meine Werkstatt, die sauber arbeitet und deren Abrechnung nicht überhöht ist. Über den Tisch gezogen wurde ich also nach Analyse der Rechnung nicht.
Dennoch stellt sich mir die Frage, wieso die Dämpfer nach so kurzer Zeit den Geist aufgegeben bzw. solche Probleme verursacht haben ?
Mein Löwe ist nicht das erste tiefergelegte Auto, ich bin an Fahrwerke gewöhnt und habe mein Fahrverhalten beim Überfahren von Bodenwellen etc. entsprechend angepasst - ergo scheidet dieser Punkt als Grund aus.
Mein Werkstatt-Meister hat nun einen Kulanz-Antrag an Peugeot gestellt, da er selbst auch über die frühzeitige Kapitulation der Dämpfer verwundert war und das als "sehr ungewöhnlich" bezeichnete. Ich bin mal gespannt, wie Peugeot themselves nun reagiert und ob und wieviel Kohle ich rausschlagen kann.
Abschliessend die Frage an euch:
Habt ihr ähnliche Erlebnisse gemacht ?
Habt ihr schon Erfahrungen mit Peugeot und dem Thema "Kulanz" ?
Schonmal danke fürs Lesen und für die hoffentlich vielen Antworten ;-)
Cheers,
Joshua