Spargel schrieb:
Die Dellen an den sog. weichen Flächen an Dach, Motorhaube, Türen und Seitenteilen lassen sich herausdrücken. Teilweise werden sie auch mit speziellem Kleber und einem sog. Gluepuller herausgezogen. Dafür gibt es Profis (auch in Lackier- und Karosseriewerkstätten), die diese Arbeit so erledigen, dass für diese Arbeitstechnik kaum Teile demontiert werden müssen und keine Lackierung erforderlich wird.
Die Größe und Tiefe einer Delle hat bei dieser Reparaturmethode keinen Einfluß auf das Arbeitsergebnis.
Anders sieht es bei den sog. harten Stellen aus, wie Dachrahmen, Rahmen der Heckklappe und der Türen. Hier geht mit Drückwerkzeug oder Kleber nicht immer etwas. Es kann sein, dass diese Bereiche dafür zu steif sind oder dass man auch mit dem speziellsten Spezialwerkzeug nicht in die Hohlräume kommt. Dann hilft nur noch Spachteln und Lackieren.
Wenn du schreibst, das komplette Dach sei zerbeult, aber nur ca. 5 Dellen auf der Heckklappe seien, sieht das für Dich vielleicht recht übel aus, aber anhand dieser Aussage schätze ich, dass Dach und die Motorhaube aus Sicht eines Profi keinen soooo großen Schaden haben. Deshalb auch die nur kurze Gutachtervisite. Versteht er etwas von diesem Handwerk, muß er nicht lange die Dellen durchzählen.
Auf die Meinung eines Meisters im Autohaus würde ich nur dann etwas geben, wenn er der Meister der Karosserie- oder Lackierabteilung ist. Hat Dein Autohaus diese Abteilungen überhaupt? Aus meinem Berufsleben heraus weiß ich, dass höchstens 30 % der Autohäuser, die auch mit Unfallinstandsetzung werben oder solche Aufträge annehmen, tatsächlich auch diese Aufträge im eigenen Haus ausführen. Der Rest vergibt diese Aufträge an regionale Fachbetriebe.
Mein Vorschlag: Ruf die Firma GN-Tools Günter Neitzel oder Firma Carbon in Eigeltingen an und frage, wer in Deiner Gegend die sog. lackschadenfreie Hagelschadenreparatur anbietet. Bei den Partnerbetrieben von GN-Tools oder Carbon (sind Hersteller von solchen Spezialwerkzeugen) bist Du gut aufgehoben.
Gruß - Spargel