JeanLucPic
18.04.2007, 20:05
Das beste Mittel zum Spritsparen ist immer noch simples, vorausschauendes Fahren ohne unnötige Beschleunigungs- und Bremsmanöver.
Frühes Schalten, zügiges Beschleunigen und Dauerfahrten idealerweise im Bereich des höchsten Drehmoments sind auch ganz gute Mittel.
Ein leicht erhöhter Reifendruck (ca. 0,3 bar mehr) kann helfen ... der richtige Reifendruck ist absolute Pflicht ... eine wöchentliche Kontrolle ist sinnvoll.
Überschüssiges Gewicht aus dem Auto zu entfernen kann auch helfen (speziell im Stadtverkehr) ...
Tuningteile wie Spoiler, Bodykits oder Breitreifen erhöhen den Luftwiderstand ... Breitreifen zusätzlich den Rollwiderstand.
Klimaanlagen fressen (besonders im Stadtverkehr) u.U. sehr viel zusätzlichen Sprit ... ein offenes Fenster frißt dagegen auf der Autobahn mehr über den erhöhten Luftwiderstand ... dasselbe gilt in weniger extremer Form für starke elektrische Verbraucher wie Gebläse, Tagfahrlicht (sind immerhin 110W für zwei Scheinwerfer), Heckscheibenheizung etc. pp.
Ein allgemein schlecht gewartetes Fahrzeug bietet auch nicht die besten Voraussetzungen zum Spritsparen ... eine dejustierte Achsgeometrie (speziell Vorspur) erzeugt z.B. mehr Reibung und somit mehr Reifenverschleiß sowie Spritverbrauch ... von der schlechteren Fahrsicherheit ganz zu schweigen. Weitere Reibungsverluste entstehen in ausgeschlagenen und somit schräg beanspruchten Lagern von Kühlmittelpumpe, Hydraulikpumpe Servolenkung oder Generator.
Viskoses Billigöl aus dem Baumarkt (am besten noch mit überzogenem Wechselintervall) braucht besonders im 'kalten' Zustand (< 60°C) deutlich mehr Sprit als ein gutes Teil- oder Vollsynthetiköl.
Ein verstopfter Luftfilter senkt über den höheren Druckverlust die effektive Verdichtung und somit die spezifische Leistung ... das wiederum muß mit schwererem Gasfuß ausgeglichen werden.
Du siehst, es existieren tausende von Möglichkeiten, den Verbrauch in die Höhe zu treiben oder zu senken ... man muß sich allerdings ein wenig mit Technik auskennen, um das zu verstehen.