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Peugeot 106 Forum Austausch der Bremsbeläge hinten - wie wird's gemacht?

zezinho 03.09.2007, 11:04
Hallo allerseits,
nachdem ich vorne erfolgreich Bremsscheiben und -beläge gewechselt habe, will ich nun auch die Bremstrommelbeläge erneuern. Wie geht man da vor, bzw. ist das etwas, das man auch als Nicht-Mechaniker selbst erledigen kann?

Schonmal besten Dank im Voraus...
Grüße,
zezinho

P.S. Meiner ist ein 106 II XN (1.0) von 7/96 mit 3-Loch Felgen-Aufnahme.
106S1 03.09.2007, 16:17
warum willst due die hinteren machen??? denn verschleißtenchisch halten sie über 200.000Km...
zezinho 03.09.2007, 16:46
Nun, es sind zwar bislang 'erst' knapp 140.000 km, aber zum einen weiß ich nicht, wo und wie die Vorbesitzer damit rumgefahren sind. Zum anderen haben die Bremsen schon bei zwei Gelegenheiten deutlich den Geruch von verschmortem Gummi verbreitet und sich anschließend überaus schwammig angefühlt. Und da die alten soeben ausgetauschten Vorderscheiben und -beläge bei weitem noch nicht so abgefahren waren, wie ich vermutet hatte, tippe ich nun auf die hinteren Bremsen.

Da ich aber in puncto Technik eher wenig Ahnung habe, freue ich mich über jeden hilfreichen Kommentar/Tipp.

zezinho
106S1 03.09.2007, 17:02
also erst mal muss die trommel ab hinter der abdeckung ist eine große mutter die muss ab dann die trommel abziehen (gehz meist schwer..) es empfielt sich (hiter dem KAT) die Handbrems nachstellung zu lösen..
dann sieht man schon die beläge.. die sind mit einen kleinen bolzen der mit einen plätchen gehalten wird an der platte fixiert diese ausbauen... dann hängen die beläge nur noch an den rückzug federn... in den meisten fällen ist auch ein wechsel des radbremszylinder fällig...

hast du schon mal an die bremsflüssig keit gedacht??
zezinho 04.09.2007, 09:21
Ja, Bremsflüssigkeit war in ausreichendem Maß vorhanden. Muss die eigentlich mal ersetzt werden oder nur nachgefüllt, falls was fehlt..?

Ansonsten besten Dank für die Infos. Ich denke, ich werde mir das mal anschauen - zur Sicherheit aber lieber, wenn ich das Auto nicht dringend gleich am folgenden Tag benötige... ;-)

Noch ein paar Fragen:

- Woran erkenne ich eigentlich, ob ich auch 'nen neuen Zylinder brauche?

- Brauche ich, wenn ich den Austausch angehe, noch weiteres Zubehör?

-Muss irgendwas mit irgendwas eingeschmiert, geputzt oder sonstwie behandelt werden?

Beste Grüße,
Sunny 04.09.2007, 09:53
Hallo!

Spaetestens alle 120.000km/6 Jahre muss sie komlpett gewechselt werden. Ich glaube, es ist auch DOT-4 beim 106er.

Gruesse,
Sunny
schmiddi 04.09.2007, 10:12
alle 120000km/6 Jahre is aber recht optimistisch, kenne da eigtl alle 2 Jahre. Am besten einfach mal den Wassergehalt in der Bremsflüssigkeit messen lassen. Bremszylinder sind dann hin, wenn se undicht sind. Bei der Trommelbremse reicht manchmal auch einfach die ganze Sache wieder gangbar zu machen, also alles reinigen und die beweglichen Teile schmieren Kupferpaste, plastilube oder ähnlichem, natürlich nicht die Bremsflächen.
zezinho 04.09.2007, 10:41
Au prima, schön, dass hier so viele gute und hilfreiche Infos rüberkommen. Das mit der Bremslüssigkeit sollte ich dann sicher mal angehen. Was allerdings gleich zur nächsten Frage führt:

Wie kriege ich die alte Bremsflüssigkeit raus?

Grüße,
106S1 04.09.2007, 16:39
es gibt vershiedene verfahren am besten ist die methode (in einer SH-Werkstatt) mit einem gerät wechles via adaprer auf den vorratsbehälter geschraubt wird und etwas druck ins system gibt dann sind ann allen bremsen jewalls ein nippen der einen sechskant hat auf den nippel kommt dan ein schlauch mit auffang gefäß dann mit den sechskant den nippel lösen (gegen uhrzeiger sinn) und die flüssigkeit kommt heraus...

sei vorsichtig manchmal sind diese Nippel festgeroßtet und reißen ab...

die 2 mann methode geht auch einer sitzt drinne und tritt die bremse immer wieder und der ander öffnet die nippel (auch heir wieder das gefäß anhängen... dabei aufpassenn das immer genug flüssigkeit im behälter ist (im vorratsbehälter)
Unbekannt 07.09.2007, 09:49
Wenn es verbrannt gerochen hat, kann es sein, daß die Bremswirkung nachläßt, weil die Beläge "verglast" sind.

Ich bin kürzlich mit bestem Erfolg so vorgegangen:
Trommel runter, Beläge mit 80er Körnung abgeschliffen. In den Bremstrommeln die Rostränder mittels eines Keramikschleifkörpers auf der Bohrmaschine entfernt. Dann die beweglichen Teile wie von Schmiddi beschrieben gängig machen. Handbremsseile ebenfalls auf Gängigkeit prüfen. Die Trommel wieder drauf und und die Bremsbacken über die Rändelmutter so einstellen, daß sie auch nach mehrmaligem Betätigen der Bremse gaaanz lleicht in der Trommel schleifen. Dann liegen sie beim Bremsen vollflächig in der Trommel an. Meiner ging danach Problemlos über den TÜV-Prüfstand.

Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, sprich, sättigt sich mit Wasser aus der Umgebungsluft, ist also nicht von der KM-Leistung abhängig. Bei 3 % Wasser wird´s kritisch. In Flensburg wechselst Du deshalb alle 2 Jahre, im Death Valley nur alle 7.
Laß Dir den Bremsflüssigkeitswechsel am besten von einem Kumpel zeigen, wenn Du es noch nie gemacht hast. Reihenfolge der Entlüftungsschritte beachten. Nippel abends mit Caramba einsprühen. Öffnen am besten mit Stecknuß, Verlängerung und Knebel. So wirkt die Kraft zentrisch und das Risiko des Abreißens vermindert sich.

Das Einfachste: Die Werkstatt braucht mit dem Retraktor höchstens 20 Minuten.

Und wenn Du neue Beläge brauchst, kann ich sie Dir noch besorgen.

Gruß - Spargel