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Peugeot 308 Forum wie lange garantie auf durchrostung??

HolleBln 03.09.2010, 17:00
nunja, wenn man dann noch

- die macken der hdi*s einrechnet nach ablauf der garantie
- die späteren kosten beim filterwechsel
- und nach meiner meinung haben die hdi noch zahnriemen im gegensatz zum vti-> spät. bei 160 tkm sind also mal eben 800 euro fällig.

..dann bin ich froh, keinen diesel zu fahren
Catweazle6 03.09.2010, 18:55
Hallo HolleBln...

... welche Macken nach Ablauf der Garantie ? Bisher lese ich hier eindeutig mehr über THP die Leistung verlieren oder gar ins Notlaufprogrammverfallen.

... später Kosten beim Filterwechsel ? Es ging hier darum, dass bereits bei rund 13000km/Jahr eine Ersparnis des Diesels gegenüber einem Benziner eintritt. In einem solchen Fall sind es jedoch ca. 14 Jahre bis der Filter fällig wird.

... die HDi haben zwar Zahnriemen, jedoch wird der bei dem HDi110 (den ich hier mit dem Vti120 sinnvollerweise verglichen habe) erst bei 240TKm fällig. Somit bei einer Laufleistung von 13000km/Jahr erst nach rund 18Jahren!

Wer hat bisher mit den vergleichbaren Motoren unbeschadet die entsprechenden KM erreicht?

Fazit:
- Bei niedriger Laufleistung pro Jahr werden Tauschaktionen quasi erst am ende eines Autolebens notwendig (14 bzw. 18 Jahre)

- Bei hoher Laufleistung pro Jahr werden die Tauschaktionen zwar früher notwendig, jedoch hat man zu diesem Zeitpunkt bereits etliche Euro gegenüber den Kosten eines Benziners eingespart (bei 4¤/100km errechnen sich für 180TKm -> 7200¤ - n*500¤/Jahr, d.h. z.B. bei 40TKm/Jahr rund 4000¤ Ersparnis, für die 240TKm ergeben sich 9600¤ - 3000¤ also rund 6600¤). Da fragt sich ob der Austausch diese Ersparnis wirklich auffrisst.

Gruß
Catweazle6
Topseller 07.09.2010, 13:03
@ Catweazle6

Hast du eignetlich auch den höheren Anschaffungspreis von rund 2.000,- EUR in deiner Rechnung berücksichtigt?
Catweazle6 07.09.2010, 14:42
@Topseller:

Bis jetzt noch nicht. Doch wenn es gewünscht wird ;-) ....

Eine Berücksichtigung des höheren Anschaffungspreises ist nicht ganz trivial, da dann natürlich berücksichtigt werden muss:

a) der über die Jahre hinweg höhere Wiederverkaufspreis eines Diesels, wobei die Differenz im Verlauf der Jahre abnimmt, jedoch (wie mein Blick auf die DAT-Fahrzeugliste gezeigt hat) prozentual mit einer Tendenz zum Besseren des Diesels geht.
Grundlage hierzu war ein 308SW HDi110 Sp+ (2Jahre/ 60TKM)

Anschaffungspreis :Vti120 = 23500, HDi110 = 25500 ( =+8,5%)
Zeitwert: Vti120 = 10900, HDi110 = 12300 ( =+12,5%)

oder anders augedrückt nach 2Jahren hat der Diesel zwar 600¤ seiner höheren Anschaffungskosten eingebüßt, ist aber gegenüber dem Benziner gleichzeitig um rund 4% im Wiederverkaufswert gestiegen. Ausgehend von einer Fortsetzung dieser Tendenz wird der Diesel wohl im Verlauf seiner weiteren Jahre weiterhin zumindest einen Teil seiner höheren Anschaffungskosten in einen höheren Wiederverkaufspreis umsetzen können. Minimal sollten Beide jedoch auch am Ende ihres Lebens zum gleichen Preis verkaufbar sein. Ausgehend von einer Lebensdauer von mindestens 10 Jahren heißt dass ca. 200¤ pro Jahr.

Der Vergleich zweier 9 Jahre alten 307 Esplanade mit 124TKm hat ergeben:

Benziner 1,6l 16V = 3500¤
Diesel 2,0 Hdi 110 = 4200¤

also ein Aufpreis des Diesels von rund 20% !, wobei die ursprüngliche Preisdifferenz unbekannt ist, vermutlich aber wesentlich geringer als die 2000¤ Differenz der aktuellen Preisliste gewesen sein dürfte. *)


b) noch genauer wird es dann natürlich , wenn man noch berücksichtigt wie die zusätzlichen 2000¤ für den höheren Anschaffungspreis beschafft werden mussten.

War das Geld vorhanden, so muss ein Zinsausfall von (z.Z. ) m.E. weniger als 1% berücksichtigt werden, d.h. rund 20¤/Jahr.

Musste das Geld über einen (höheren) Kredit beschafft werden, so sind z.Z. wohl etwa 5% fällig, d.h. rund 100¤ pro Jahr.


Wie schon zu Anfang gesagt, solche Berechnungen sind nicht ganz einfach und von diversen Faktoren abhängig, welche im Einzelfall sowohl Pro als auch Contra Diesel bzw. Benziner ausfallen können.

Ich hoffe jetzt nicht all zu sehr mit komplizierten Berechnungen um mich geworfen zu haben....

Gruß
Catweazle6

*)
Nachtrag:
Zwar habe ich für die o.a. Fahrzeuge, deren Wiederverkaufspreise der DAT-Liste entnehmen konnte, keine Anschaffungskosten gefunden, jedoch für folgende ebenfalls 9 Jahre alte Fahrzeuge:

307 1,6 16V Presence (109PS) = 14700¤ (28750DM)
307 2.0HDi Presence (90PS) = 15800¤ (30900DM)
bzw.
306Break 1,6 Premium (98PS) = 16200¤ (31700DM)
306Break 2,0HDi Premium (90PS) = 17400¤ (34000DM)

Also ein Aufpreis des Diesels von 1100 bzw. 1200¤ , also jeweils rund 7,5% gegenüber dem Benziner.

Wenn man also für die weiter oben angegebenen Fahrzeuge eine ähnliche Differenz des Verkaufspreises ansetzt, so beträgt der absolute Verlust gerade mal 400-500¤ ((1100-1200)¤ - 700¤), d.h. rund 50¤ pro Jahr. Anders Ausgedrückt gerade mal rund 3% des Anschaffungspreise insgesamt bzw. 0,35% pro Jahr.
Catweazle6 07.09.2010, 15:59
Fortsetzung:....

Wenn man die eben erstellte Verlustrechnung nebst den inzwischen auf das rund 1,5fache angestiegenen Anschaffungspreis auf meine ursprüngliche Berechnung anwendet, so bedeutet dies:

Neben den um ca. 500¤ höheren Fixkosten muss auch ein hochgerechnet ca.75¤ höherer Wertverlust pro Jahr durch die Einsparungen durch die laufenden Kosten erfolgen. Folglich muss die Kilometerleistung etwa 15% höher ausfallen als bisher angenommen (also etwa 1900km/Jahr).

Somit ergibt sich ein Spareffekt erst ab rund 14500 bzw. 16300km/Jahr. Alles unter der Voraussetzung, dass die den Berechnungen zugrundeliegenden Parameter einigermaßen passen und sich auch in der Zukunft nicht all zu sehr ändern werden. Aber wer kann schon in die Zukunft blicken?
noch4km 07.09.2010, 17:53
@ Catweazle6

Jetzt hast Du gut vorgerrechnet wie das mit den Kosten ist. Kann sich jeder ein Bild machen.
Du schreibst das ein Diesel schon bei 13000Km/J den Breakeven Point erreichen kann. Wie sieht es aber dann bei den dann wohl überwiegenden Kurzstrecken die Problematik mit der Regeneration des DPF aus? Gut, Peugeot hat da ein besseres System als z.B. die deutschen Hersteller, Problemfreiheit bekommst Du aber von Peugeot nicht Garantiert.

Jetzt kommen wir aber auch schon wieder etwas weit vom Thema weg.

Gruß Ralph
Catweazle6 07.09.2010, 20:07
@noch4km:

hier kann die Antwort sehr viel kürzer ausfallen...
nach 5 1/2 jähriger Erfahrung mit einem 307SW 1.6 HDi110 mit bisher 81TKm auf der Uhr (d.h. ca. 15TKm/Jahr) kann ich sagen, das es bisher weder im Betrieb, noch bei der AU Probleme gab.

Das einzige, was bei einer derartigen Betriebsart in der Hinsicht negativ auffällt ist, dass dieser Sch****-Bordcomputer eine Erfindung des Lügenbarons Münchhausen zu sein scheint. Rekordverdächtig war hier die Abweichung beim letzten Tanken. Angeblich hatte der Wagen über die 570km seit dem vorangegangenen Volltanken einen Verbrauch von 5,6l/100km Jedoch war es problemlos möglich 39 Liter nachzutanken, woraus sich dann ein Verbrauch von 6,83l/100km errechnen lässt. Eine Abweichung von sage und schreibe 22%. Da kann man nur froh sein, dass die Einspritzdüsen "etwas" genauer funktionieren, sonst wäre wohl keine AU mehr zu schaffen.

Gruß
Catweazle6
HolleBln 08.09.2010, 07:42
Catweazle6 schrieb:
Hallo HolleBln...

... welche Macken nach Ablauf der Garantie ? Bisher lese ich hier eindeutig mehr über THP die Leistung verlieren oder gar ins Notlaufprogrammverfallen.

... später Kosten beim Filterwechsel ? Es ging hier darum, dass bereits bei rund 13000km/Jahr eine Ersparnis des Diesels gegenüber einem Benziner eintritt. In einem solchen Fall sind es jedoch ca. 14 Jahre bis der Filter fällig wird.

... die HDi haben zwar Zahnriemen, jedoch wird der bei dem HDi110 (den ich hier mit dem Vti120 sinnvollerweise verglichen habe) erst bei 240TKm fällig. Somit bei einer Laufleistung von 13000km/Jahr erst nach rund 18Jahren!

Wer hat bisher mit den vergleichbaren Motoren unbeschadet die entsprechenden KM erreicht?

Fazit:
- Bei niedriger Laufleistung pro Jahr werden Tauschaktionen quasi erst am ende eines Autolebens notwendig (14 bzw. 18 Jahre)

- Bei hoher Laufleistung pro Jahr werden die Tauschaktionen zwar früher notwendig, jedoch hat man zu diesem Zeitpunkt bereits etliche Euro gegenüber den Kosten eines Benziners eingespart (bei 4¤/100km errechnen sich für 180TKm -> 7200¤ - n*500¤/Jahr, d.h. z.B. bei 40TKm/Jahr rund 4000¤ Ersparnis, für die 240TKm ergeben sich 9600¤ - 3000¤ also rund 6600¤). Da fragt sich ob der Austausch diese Ersparnis wirklich auffrisst.

Gruß
Catweazle6
mag sein, dass sich die intervalle soweit geändert haben. in der praxis sieht die sache aber einfach anders aus. in großen foren findet man jeden tag 5 beiträge über irrste schäden an hdis, aber selbst mit suchfunktion nur 4 beiträge über defekte thps. allein die immer noch defekten kupplungen erledigen das thema.
Catweazle6 08.09.2010, 09:42
@HolleBln:

wenn Du es so pauschal ausdrückst, so magst Du vielleicht recht haben, jedoch sollte man meiner Meinung nach die Zahlen etwas genauer betrachten und nicht mit emotionalen Begriffen um sich werfen.

- Was sind für dich "irrste schäden an hdis" , wenn ein THP mit Motornotlaufprogramm und Schaden am Zylinderkopf anscheinend nicht dazu zählt?

- Was sagt die Anzahl der Beiträge über die Anzahl der Schäden an sich und im Vergleich zur Verbreitung des entsprechenden Modells aus?

- Das Problem mit der Kupplung betrifft nach meiner Information nur den 2.0l HDi135(140), nicht jedoch die verschiedenen 1.6l HDi. Eine verschlissene Kupplung kündigt sich langsam an, das Fahrzeug bleibt aber noch eine ganze Weile fast normal fahrbar.

- Bei den THP-Motoren scheint hauptsächlich der THP175 betroffen zu sein. Bei den THP-Motoren wird von "Motornotlaufprogramm", "Leistungsverlust", "Überspringen der Steuerkette", "Zylinderkopfschäden", "hohem Ölverbrauch" ,"heftigem Abregeln vor erreichen der Höchstgeschwindigkeit" ... gesprochen

Ich lasse mich gerne von Dir überzeugen, dass die "praxis einfach anders aussieht" , doch bedarf es dazu Fakten und nicht nur pauschaler Äußerungen.

BTW:
Mein ehemaliger 407SW HDi135 war im Verlaufe seiner 132TKM auch von Turbolader- und Kupplungsschaden betroffen. Der aktuelle 308SW HDi110 hat mittlerweile (d.h. nach 2 Jahren) 60TKM problemlos absolviert, der ebenfalls in der Familie vorhandene 307SW HDi110 hat bereits 81TKm (in etwa 5 1/2 Jahren) ebenso problemlos hinter sich gebracht.

Unabhängig von der gewählten Motorisierung haben beide Fahrzeuge allerdings ein Problem mit der Bremsanlage, welches dazu führt, das die hintere beifahrerseitige Bremsscheibe ca. alle 2Jahre bzw rund 40-50TKm derart Rost ansetzt, dass die Scheiben incl. Belägen gewechselt werden mussten. Angeblich rührt dies daher, dass die von Peugeot gewählten Werkstoffe beachtliche Bremsverzögerungen bieten, jedoch bei nur geringer Belastung sehr rostanfällig sind.

Gruß
Catweazle6
noch4km 08.09.2010, 20:41
[quote]
Catweazle6 schrieb:

hier kann die Antwort sehr viel kürzer ausfallen...
nach 5 1/2 jähriger Erfahrung mit einem 307SW 1.6 HDi110 mit bisher 81TKm auf der Uhr (d.h. ca. 15TKm/Jahr) kann ich sagen, das es bisher weder im Betrieb, noch bei der AU Probleme gab.

Hey, das ist ja mal eine gute Aussage.
Da mein 308SW ja mit einem anscheinend nicht abstellbaren Richtgeschwindigkeitswarner ausgestattet ist wird da wohl was anderes passieren müssen. Bei der dann anstehenden Fahrzeugsuche brauche ich mich dann nicht auf die Benziner zu beschränken.

Gruß Ralph