Peugeot Forum Hero

PEUGEOTBOARD.DE

DAS ULTIMATIVE PEUGEOT FORUM ARCHIV

Peugeot 307 Forum Kopfdichtung bei 90.000km kaputt

Emsig 10.12.2005, 16:22
Hallo,

ich bin neu hier bei euch und wollte eigentlich mal wissen, ob von euch auch schon jemand eine kaputte Kopfdichtung und Wasserpumpe nach 90.000km hatte.

Ich fahre einen Peugeot 307 HDI 110PS (2L) (Baujahr 04.2003) und habe bisher nur Ärger damit gehabt: kaputter Anlasser, neue Kupplung (beides auf Garantie) und jetzt eine kaputte Wasserpumpe und Kopfdichtung und die soll ich auch noch aus meiner eigenen Tasche bezahlen.

Wie hat Peugeot bei euch in Sachen Kulanz reagiert ? Ich will nicht einsehen, dass solch ein Schaden "normal" ist und Peugeot nichts von den Kosten übernehmen will.
Tester 10.12.2005, 18:57
Kann ich bisher leider bzw. zum Glück nichts zu sagen. Ist die Kopfdichtung quasi durch den Defekt der Wasserpumpe kaputt gegangen?
Falls ja, ließe sich da aus meiner Sicht besser in Richtung Kulanz argumentieren.
Wie hoch setzten die denn die Reparaturkosten für eine Kopfdichtung an?
Klausi_307 12.12.2005, 13:59
Wasserpumpen scheinen in modernen Fahrzeug so ein wenig die Achillesferse zu sein. In meinem 98'er Bora hat das Ding bereits nach 80.000 Km die Grätsche gemacht, das Ganze auf der A7 bei 180 Sachen. Das Flügelrad hatte es komplett zerbröselt.

In Sachen Kulanz denke ich, daß bei dem Baujahr nicht mehr allzuviel drin sein wird. Würde eher den Weg beschreiten, mit dem Autohaus mal vernünftig zu reden. Bei meinem Bora hatte das zum Ergebnis, daß ich ausschließlich die Materialkosten zu tragen hatte. Erfolg, oder Mißerfolg, dürften allerdings auch davon abhängen, wie lange Du den Wagen schon fährst.
Force406 12.12.2005, 14:15
Hallo.
Normal ist dieser Defekt natürlich nicht. Kann es sein, dass du deine beiden Autos nicht richtig eingefahren hast? Irrtümlicherweise glauben manche, dass dies heute nicht mehr notwendig sei. Wenn man dem Motor am Anfang zu viel abverlangt, bilden sich enorm "große" Späne, da die beweglichen Teile alle noch nicht eingearbeitet sind. Resultat: Die Wasserpumpe geht über den Jordan oder ein anderer Motorschaden.
Kopfdichtungen gehen leicht kaputt, wenn man den Motor des öfteren im kalten zustand über 3000 drehen lässt (Benziner, beim Diesel noch weniger). Das ist nicht zu empfehlen. Aber in Sachen Kulanz kann ich bei Peugeot nicht mitreden.

MfG Force406
Klausi_307 13.12.2005, 18:50
Nun, soweit ich das noch in Erinnerung habe, ist das Einfahren zwar nicht mehr von ganz so großer Bedeutung wie früher, schaden tut es jedoch nicht.

Was die entstehenden Späne beim einfahren angeht, so sollten diese allerdings nicht im Wasserkreislauf des Motors landen. Eher passiert es, daß diese Späne den Ölfilter zusetzen, was am Schluß dannn zu einem Abriß des Schmierfilms führen kann.

Kopfdichtungen können aus zweierlei Gründen zerstört werden. Einerseits durch das Nichtbeachten einer Warmlaufphase nach einem Kaltstart. Der Öldruck im kalten Motor ist wesentlich höher, als dies bei warmer Maschine der Fall ist. Wer einen Öldruckmesser an Bord hat, kann dies gerne einmal selbst beobachten.

Der Hauptgrund ist aber meistens eine thermische Überbelastung des Dichtungsmaterials. Permanente Vollgasfahrten, sowie auch defekte Wasserpumpen können dies auslösen. In sofern halte ich einen Kopfdichtungsschaden, in Folge einer defekten Wasserpumpe, für den Hauptgrund des genannten Falles.
burmi 21.12.2005, 12:22
Freund von mir hat einen 206 HDI 90 und hatte ebenfalls die Kopfdichtung bei ca. 130000km kaputt, als der damit zum Freundlichen "gefahren" ist, waren die dort total aus dem Häuschen und haben gemeint sowas hätten die noch nie gesehen, einem HDI passiert sowas nicht; als Folge hat er die Dichtung von Peugeot zu 60 oder 70% bezahlt bekommen, das war fair wie ich finde.