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Peugeot 106 Forum Anleitung Antriebswellen wechseln

Chris1000 27.08.2011, 21:35
Hier mal eine kleine Anleitung wie man die Antriebswellen beim 106er wechselt.

Eines vorweg, ich habe das so gemacht wie hier beschrieben, bestimmt geht es auch anders.
Ich übernehme keine Verantwortung, sollte es bei Euch nicht funktionieren.
Alles für ohne ABS!

Am besten sind immer viele Bilder, daher habe ich einfach jeden Schritt fotografiert.
Das alles ist recht simpel, vor allem wenn man das richtige Werkzeug hat.
Was ich brauchte war folgendes:

Kompletter Knarrenkasten mit allen gängingen Nussgrößen.
Drehmomentschlüssel mit 30er Nuss. (Ich hoffe das ist richtig.)
Hammer, Schlitzschraubendreher zum draufschalgen, Schüssel zum Öl auffangen ca. 1,5 Liter, Trichter,
Schraubenschlüssel in diversen größen schaden auch nicht. Und am besten eine
zweite Person. Diese kann daneben stehen, Bier trinken und Klugscheißen, aber bei
Bedarf auch helfen. Dann noch eine olle Wolldecke damit es nicht so ungemütlich ist, einen
guten Wagenheber, Böcke, Radkreuz und ich glaube das reicht dann auch. Bier schadet auch nicht!

Los gehts.
Radmuttern anlösen, die Mutter an der Radnabe ist blöde und mittels Einschlagen gesichert.
Das muss man erst mal bearbeiten und dann bekommt man diese Mutter auch ab.
Hier ist der Wagen schon hoch und mit den Böcken gesichert.
haben wir schön kaputt gemacht die Muddi.
Ich weiß nicht was besser ist, erst Wagen hoch, dann Mutter ab. Oder anders herum.
Ich habe jedenfalls den Wagen aufgebockt, alles kaputt gehauen und dann hat einer die
Bremse getreten, der andere hat die Mutter gelöst.
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2015%2002%2033.jpeg[/img]

Als nächstes Bremssattel ab.
Zwei Schrauben von hinten, 19er glaube ich.
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2015%2002%2043.jpeg[/img]

Und mit einem Draht an der Feder sichern.
Damit hat man nicht mehr das Problem, evtl. die Bremsschläuche zu überdehnen.
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Nun unten am Querlenker die Schraube entfernen und den Querlenker mit dem
Hammer nach unten kloppen, oder hebeln, bis dieser sich komplett mit dem Gelenk löst.
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2015%2006%2033.jpeg[/img]

Nun kommt der Stabi, hier sind es nur zwei Schrauben die gelöst werden müssen
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2015%2007%2043.jpeg[/img]

Und jetzt ganz schnell die Schüssel von Mutti aus der Küche unter das Getriebe stellen
und einfach die Antriebswelle heraus ziehen, mittels Rütteln auch vorne heraus mit dem Ding.
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2017%2033%2021.jpeg[/img]

Getriebeöl stinkt richtig ekelhaft.
Wenn der Simmering schon nicht gut war, dann jetzt wechseln, ich hab den einfach gelassen.
Nun vorsichtig die neue Welle einführen. Aufpassen das hier nichts verkantet.
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2015%2015%2030.jpeg[/img]

Vorne in die Radnabe auch einführen und schon mal mittels Mutter locker sichern.
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2015%2015%2042.jpeg[/img]
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2015%2018%2021.jpeg[/img]

So, nun alles wieder zusammentüddeln wie man hier im Norden sagt.
Querlenker fest, Stabi fest und die Mutter vorne mit XX NM anziehen.
Habe ich Vergessen wie viel das war. 200 NM? Keine Ahnung, nachlesen.
Dann, ganz wichtig, wieder eine Kerbe in die Nut schlagen damit sich die Mutter
nicht lösen kann.
Fertig.
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2015%2028%2026.jpeg[/img]

Nun macht man die andere Seite genau so.

Wenn alles fertig ist, hat man eine Schüssel mit ca. 1,5 Litern stinkendem Öl.
Ich glaube 2 Liter gehen insgesamt rein.
Wie auch immer, das muss nun zurück.

Haube auf, Geraffel vom Luftansaug weg, so dass man Platz hat und den Nippel der Entlüftung ab.
Da isser, einfach die Kappe abziehen, rechts ist die Batterie.
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2017%2047%2042.jpeg[/img]

Hier beim Einfüllen.
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2017%2051%2056.jpeg[/img]

Und den Dreck lässt man draussen.
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2017%2052%2000.jpeg[/img]

So, das reicht an geschreibe, morgen fallen mir sicherlich Rechtschreibpatzer auf,
andere haben sicherlich Tipps oder Fragen, so kann man das gerne erweitern.

Grüße

Chris
Chris1000 27.08.2011, 21:39
Schrott:
[img width=450]http://dl.dropbox.com/u/26269342/reparatur/Foto%2027.08.11%2015%2016%2008.jpeg[/img]
ralphi1756 27.08.2011, 23:25
Stabi und Bremssattel muss man nicht ausbauen!
und Simmering der Antriebswellen immer gleich mit neu geben
und die Radnabe schön mit Fett einstreichen
Chris1000 28.08.2011, 10:28
Du hast nichts zu ergänzen oder zu verbessern, was soll also Dein Beitrag?
Hast Du Argumente, warum man den Bremssattel und Stabi nicht abbauen sollte?
Wenn man den Bremssattel nicht ausbaut, besteht die Gefahr, dass man zu sehr an dem
Bremsschlauch zieht.
Wenn man den Stabi dran lässt, bekommt man den Querlenker nicht so gut runter gedrückt.
Was den Simmerring angeht, so muss das jeder selbst entscheiden.
Unbekannt 28.08.2011, 16:21
Radlagermutter am besten lösen oder anziehen, so lange das Fahrzeug auf den Rädern steht. Dadurch sinkt die Gefahr, die Lager der Dreieckslenker durch Verwindung aufgrund des zum Lösen oder Anziehen erforderlichen hohen Drehmomentes durch Verwindung zu beschädigen. (Toller Satz - wenn ihn keiner versteht, bin ich stolz drauf.)

Simmerring vor Einsetzen der neuen Welle mit Öl benetzen, sonst läuft die Dichtlippe trocken.

Ich würde bei der Gelegenheit das Getriebeöl tauschen. Ist zwar bei vielen (aber nicht allen Schaltgetrieben) angebl. Lebensdauerfüllung, aber mit den Kilometern zerschert die Molekularstruktur von Öl. Es schmiert dann zwar nach wie vor, aber gerade Getrieeöl soll eine hohe Druckfestigkeit aufweisen (Ölpolster zwischen Zahnrädern) und genau diese geht bei Öl mit der Zeit verloren.

Gruß - Spargel
Chris1000 28.08.2011, 17:57
Ich würde bei der Gelegenheit das Getriebeöl tauschen.
Ja, sollte man tun. Da ich den Wagen aber maximal noch 2 Jahre habe war mir das Egal.

Weißt Du noch das Drehmoment der Mutter? Dann kann ich das ergänzen.

Grüße
Vollkontact 29.08.2011, 03:08
Hey das ist ja mal ne super anleitung voralllem mit bilder
danke jetzt kenne ich die arbeitsschriete haste gut gemacht danke
ralphi1756 29.08.2011, 10:15
Chris1000 schrieb:
Du hast nichts zu ergänzen oder zu verbessern, was soll also Dein Beitrag?
Hast Du Argumente, warum man den Bremssattel und Stabi nicht abbauen sollte?
Wenn man den Bremssattel nicht ausbaut, besteht die Gefahr, dass man zu sehr an dem
Bremsschlauch zieht.
Wenn man den Stabi dran lässt, bekommt man den Querlenker nicht so gut runter gedrückt.
Was den Simmerring angeht, so muss das jeder selbst entscheiden.
was bist du den für nen lustier Hansel der mir sagen will ob i was dazu schreiben darf oder nicht?
wo lebst den du?

Bremssattel muss ned runter, geht sich locker aus

Stabi abschrauben ist a egal, den Unterschied im Kraftaufwand merkt man kaum
wenn man den Stabi abschraubt dauerts noch länger, da die Shrauben meist zugerostet sind
und mit dem richtigen Werkzeug kriegste den Querlenker mit fast Null Kraftaufwand runtergedrückt wenn der Stabi drauf is
Unbekannt 29.08.2011, 10:48
Noch bei keinem Fahrzeug, egal ob Peugeot/Citroen, VW, Fiat, MB, Japanern und was der Markt so an Modellen hergibt, mußte ich jemals den Bremssattel wegen der Gefahr, Bremsschläuche zu knicken oder zu überdehnen, abschrauben.

Auch den Stabi muß man nicht lösen - selbst bei wesentlich schwereren Fahrzeugen mit dementsprechend höherer Spannung auf dem Stabi. Der Trick ist lediglich,
a) entweder das Fahrzeug vorne beidseitig aufzubocken oder,
b) wenn nur einseitig mit einem Wagenheber aufgebockt wurde, vor dem Einfahren der neuen Welle ins Radlager den Wagenheber so weit abzulassen, dass das Fahrzeug auf ebenes Niveau kommt - dadurch ist der Verwindungsdruck des Stabi auf der Arbeitsseite wesentlich minimiert.

Gruß - Spargel
Chris1000 29.08.2011, 10:57
Ja gut, tut der ganzen Anleitung ja nichts.
Sind 4 Schrauben mehr oder weniger (Bremssattel 2 + Stabi 2).
Dann kann man diese halt dran lassen, ich habe das nun mal ab gemacht, da bei mir
diese auch nicht festgegammelt waren.

P.S. Das Drehmoment fehlt noch