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Smalltalk Pressefreiheit?

Unbekannt 15.11.2010, 13:37
Mich schockiert, dass die Presse, sei es Süddeutsche, Stuttgarter, Spiegel (online), ARD, und wie die Grossen heissen, entweder überhaupt keine Berichte oder nur vereinzelt kleinste Randnotizen über die Massenproteste vom vergangenen Wochenende veröffentlicht, die durch die Gewerkschaft initiiert waren und sich gegen den sozialen Abbau wie Rente 67, Gesundheitsreform, HartzIV, usw. richteten.

Oder waren das zu wenig Demonstranten, die auf die Strasse gingen? Alleine in Stuttgart spricht VERDI von 45.000 - die Demonstarnten in Berlin und weiteren deutschen Großstädten, die letztes Wochenende zeitgleich auf den Straßen waren, müssen noch dazu gezählt werden!

Ist das Ziel, die EU zu ghettoisieren und die Presse darin nur noch Sarkozy´s und Merkels Presseclub??

Mußte nur mal so meine Gedanken loswerden.


Gruß - Spargel
Sunny 15.11.2010, 14:31
Tsja - staende statt Rente67 auf weissen Transparenten eher "Rente21" auf gelben Schilden mit rotem Querstrich, dann waere auch mehr davon in den Nachrichten ;-)
Unbekannt 15.11.2010, 18:53
Und andere legen ein ganzes Land lahm, weil das Renteneintrittsalter auf

[size=xx-large]62[/size]

erhöht wird! Das war natürlich ein gefundenes Fressen für unsere Presse.
Drehicz 16.11.2010, 21:25
Weil ARD, Spiegel, Focus u.u.u. auch nur eine Lobby der Politik sind.
Ich selber war auch auf einer der IG Metall Kundgebungen in Plauen, weil mein Arbeitsplatz trotz Milionengewinne nach Polen verlagert werden soll.

Wir brauchen DEMOS die die Ausmaße von 1989 der Ex-DDR hatte.
Aber wir leben ja nun in einer sch... Ellenbogengesellschaft, nach dem Moto : lasst mich in Ruhe, wird scho irgendwie werden oder was interessiert mich mein Nachbar.

Gute Nacht Deutschland !!!
Force406 17.11.2010, 07:30
Ich wäre dafür, dass mal jemand eine GUTE IDEE hier postet, die
die Probleme dieses Landes lösen könnte, wenn hier schon ein (pfui, pfui)
politisches Thema angesprochen wird.

Also: Wie lösen wir das, das wir mit 65 in Rente gehen UND dadurch
nicht die Staatsverschuldung ansteigt UND die kommende Generation,
die (durch Geburtenmangel) eher mager ausfallen wird, NICHT belastet MEHR wird?

Was - jetzt hat wieder keiner ne gute Idee?

Aha. So... und wer glabut nun, dass diese Leute, die man wählt dann
- warum auch immer - plötzlich bessere Ideen haben? Hmm...

Dann halte man sich einmal mehr vor Augen, dass die Politiker nicht
Politiker sind, weil sie so schlau sind, sondern nur, weil sie Demagogen
sind, die die Leute dazu bewegten, ihnen - einfach so - ihr Geld
und ihr Vertrauen entgegen zu bringen.

Gute Politiker bekommen wir nämlich erst, wenn der Job mal nur
noch mittelmäßgige Gewinne erwarten lässt, und die Politiker keine
Nebentätigkeiten mehr ausüben dürfen. Dann hat man mal Platz für
neue Denkweisen. Wie alles, muss auch die Politik offen für neue
Ideen sein - ein Unternehmen weiß das. Doch wie soll das Unternehmen
Deutschland gerettet werden, wenn unsere Führungsetage seit
1948 keine Innovation mehr hervorgebracht hat?

MfG Force406
swordmaster 17.11.2010, 10:19
... alle die nach 1964 geboren wurden gehen sowieso mit 67 in Rente.
Unbekannt 19.11.2010, 18:30
Hallo Force,

was heißt, politisches Thema? Das Thema heißt doch, muß Deutschland erst auf die straße gehen, um sich selbst den kleinsten PUG noch leisten zu können?

Gute Idee vorschlagen? Das ist eine gute Idee. Aber schon eine Idee wäre gewesen, solche EU-Kinder nicht zu adoptieren, die von uns nur Alimente kassieren, Mitsprache wie Erwachsene eingeräumt bekamen, aber nicht erwachsen werden können und wollen.

Eine andere Idee, diesmal seitens der Wähler, wäre gewesen, vor über zehn Jahren nicht Schröder nachzulaufen, der sich wie der Rattenfänger von Hameln in die Gunst der Wähler buhlte.

Nächste Idee wäre gewesen, vor der vorletzten Wahl darüber nachzudenken, wie eine Kanzlerin, die bis zur Wende keine freie Marktwirtschaft kannte, den Gedanken unserer demokratischen Verwaltung und Organisation nicht schon von Klein auf in sich hatte und als Mitglied des DDR-Staatsapparates Regierungssprecherin von DDR-Präsident Modrow war, wohl für das wichtigste Staatsamt prädestiniert sein könnte?

Erste Idee aber wäre gewesen, schon zu Zeiten Kohls, darüber nachzudenken, wie ein Staatengebilde wie die EU funktionieren soll, wenn es keinen gemeinsamen Staatshaushalt wie z.B. China oder USA aufstellen kann.
Stellt Euch vor, 10 Familien tun sich zusammen und schmeißen ihre Einkommen in einen Topf. Diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt nix haben, werden finanziell erstmal gefördert, verprassen dieses Geld und bekommen dann so lange Geld von den (noch) solventen Familien, bis diese auch Pleite sind. Das ist die EU.

Ich denke, nicht Ideenmangel ist das Problem unserer Volksvertreter, sondern u.a. das bezahlte Bücken vor wirtschaftlichen Interessen, Angst vor unpopulären Entscheidungen und letztendlich jede Menge Unverstand und Mangel an Weisheit. Siehe BaselIII - Kernkapital der Banken. Diese stöhnen, weil sie 50 Mrd. Kapitalerhöhng bringen müssen, dabei war es die Bankenlobby, die die EU-Politiker zu diesem Gesetzesbeschluß beratend hingeführt hat - offensichtlich waren alle Beteiligten zu dämlich zum Rechnen. Bezahlen werden dies nicht Investoren, die Ihre Renditen in gewohnter Höhe forden, sondern die Landesbürger. Apropos Renditen - vor ca. 20, 30 Jahren war ein Unternehmen mit einem Nettogewinn von 5 bis 10 für seine Shareholder lukrativ. Heute müssen es 15 bis 25 % sein!


Gruß - Spargel