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Peugeot RCZ Forum E10 Verträglichkeit

SunDown 24.07.2013, 20:25
Zitat Zitat von Desasterli
Hallo,
wenn es dann doch "völlig wurscht" ist, verstehe ich Deine diesbezüglichen gegenteiligen o.a. Ausführungen umso weniger!
Du hast Recht, lassen wir es lieber....!
Desasterli
Tut mir leid, falls ich Salz in die Wunde streue, aber Ralf hat völlig recht. Die besprochenen Ablagerungen sind Ruß und Ölkohle, die sich primär an den Einlassventilen absetzen. Schuld daran ist genau genommen ein komplexes Zusammenspiel aus Abgasnormen, Direkteinspritzung, Abgasrückführung, Nockenwellenverstellung und ... dem eigenen Fahrverhalten, denn:

- die Abgasrückführung ist nur im Teillastbetrieb aktiv, nicht bei hoher bis Volllast
- die Ablagerungen kann man durch hohe Temperaturen (Vollgas auf der Autobahn!) reduzieren
- wegen der geringen Temperatur bekommt man die Ablagerungen bei viel Kurzstrecke (kalter Motor) erst recht nicht los

Deshalb gilt für Direkteinspritzer:

- öfter mal ordentlich Gas geben
- nicht für regelmäßige Kurzstrecken geeignet

Ein guter alter Sauger hat mit den Ablagerungen kaum ein Problem, weil die Einlassventile dort immer schön von Benzin umspült werden. Benzin ist ein exzellenter Reiniger und löst auch diesen Schmutz sehr effektiv.

Auf die Diskussion um E10 und die Theorie, dass sich dadurch mehr absetzt, möchte ich mich nicht einlassen. Selbst wenn es so sein sollte, dann würde das ein konstruktionsbedingtes Problem bei Direkteinspritzern zwar verschlimmern, aber es ist nicht der Auslöser für das Problem.
Desasterli 25.07.2013, 12:08
Zitat Zitat von SunDown
Auf die Diskussion um E10 und die Theorie, dass sich dadurch mehr absetzt, möchte ich mich nicht einlassen. Selbst wenn es so sein sollte, dann würde das ein konstruktionsbedingtes Problem bei Direkteinspritzern zwar verschlimmern, aber es ist nicht der Auslöser für das Problem.
Hallo,
dann informiere Dich einfach mal über die diversen Studien zur Verbrennung von Bio-Kraftstoffen und die dabei entstehenden Ablagerungen, dann wird es klarer.
Viele Leute haben nämlich nur im Kopf, das E10 Ablagerungen im Leitungssystem abbaut. Die spätere Verbrennung ist aber für Ablagerungen im Verbrennungstrakt interessant.
Und Ablagerungen sind nicht nur ein Problem bei Direkteinspritzern, sondern für alle Motoren die im Kurzstreckenbetrieb bzw. mit wenig Last bewegt werden.
Dieses Phänomen gab/gibt es genauso bei Saugmotoren.
Erinnere mich da z.B. an meinen alten BMW 320/6-Zylinder, bei dem schon in der Betriebsanleitung das regelmäßige "Freifahren" des Motors, bei entsprechendem Fahrprofil, empfohlen wurde.
Auch hier gilt, vorher informieren, bevor derartige Behauptungen hier verbreitet werden.

Und nein, Du streust kein "Salz in die Wunde", da es einfach keine Wunde gibt.
Nur gefährliches Halbwissen, das im Brustton der Überzeugung verbreitet wird, das mag ich eben garnicht.
Denn es gibt dann immer wieder Leute, die sowas dann glauben und dann auch weiterverbreiten....! :shock:
Gruss
Desasterli
SunDown 25.07.2013, 17:19
Ähnlich wie Ralf behaupte ich nicht, dass E10 nicht eine gewisse Rolle bei den Ablagerungen spielen könnte, aber Direkteinspritzer bauen sie unter gleichen Umständen eben auch mit den anderen Benzinsorten auf. Daher geht die Diskussion um E10 aus meiner Sicht völlig am Thema vorbei – obwohl ich mir der Ironie bewusst bin, dass "E10" ausdrücklich im Titel dieses Threads erscheint. Das hat aber vermutlich mehr mit einer Werkstatt zu tun, die hilflos nach einem Sündenbock sucht.
Nightwalker72 25.07.2013, 21:26
Da gebe ich dir komplett recht @ SunDown

Ich hatte bei Peugeot noch kein Fahrzeug was in diesem Zusammenhang Probleme hatte.
Desasterli 26.07.2013, 19:44
Zitat Zitat von Nightwalker72
Da gebe ich dir komplett recht @ SunDown

Ich hatte bei Peugeot noch kein Fahrzeug was in diesem Zusammenhang Probleme hatte.
Hallo,
sehr beruhigend, Probleme die Du an Deinen Fahrzeugen noch nicht hattest, die gibt es also garnicht?! :lol:
Auch eine Sichtweise...! :mrgreen:
Desasterli
Nightwalker72 26.07.2013, 21:56
Bevor du ohne zu denken sowas schreibst spar es Dir bitte bringt hier keinen weiter.

Weiter mit dem Thema...
Desasterli 26.07.2013, 22:07
Zitat Zitat von Nightwalker72
Bevor du ohne zu denken sowas schreibst spar es Dir bitte bringt hier keinen weiter.
Weiter mit dem Thema...
Hallo,
danke, sehr freundlich....! Aber natürlich habe ich mir dabei etwas gedacht, wie die meisten hier wohl auch....!
Im Gegensatz zu Dir, bin ich schon die ganze Zeit beim Thema, zu dem Du ja nach eigener Aussage, nichts beitragen kannst.
Oder sollte ich Deine bisherigen "Beiträge" falsch verstanden haben? Dann täte es mir natürlich sehr leid.
Desasterli
Nightwalker72 26.07.2013, 22:14
siehe weiter oben....
habe meinen Teil beigetragen und sicher keinen Unfug zum Thema geschrieben, da ich intensiver mit der Materie arbeite.

Thema Ende ich diskutiere das nicht mit dir, iss OT
SunDown 29.09.2013, 16:15
Weitere Gedanken zum Thema Ablagerungen:
Die Wahl des Öls spielt für die Ablagerungen bei Benzin-Direkteinspritzern wohl auch eine signifikante Rolle. Für die THPs ist u.a. ein 5W30-Öl nach C2-Norm zugelassen – C2-Öle sind besonders aschearm und wurden primär für Dieselmotoren mit Partikelfilter entwickelt. Sie enthalten weniger und vermutlich auch andere Öl-Additive hinterlassen dadurch gemäß Norm weniger Rückstände bei der Verbrennung (die verträgt der Partikelfilter beim Diesel nämlich nicht). Der Nachteil der Beschränkung der Menge und Art der Additive ist eine verminderte Hochtemperaturscherstabilität (HTHS) dieser Öle gemäß Norm. Das führt bei hoher Temperatur/Last des Motors zu schlechterer Schmierwirkung und damit tendenziell zu höherem Materialabrieb, weshalb diese Öle bei vielen Diskussionen im Netz eher kritisch beäugt werden.

Was hat das mit dem THP zu tun? Die Verbrennungsrückstände des Öls sind Teil der klebrigen Masse, die sich bei Direkteinspritzern an den Einlassventilen absetzt. Je weniger Rückstände in den rückgeführten Abgasen enthalten sind, desto weniger kann sich an den Ventilen absetzen – daher bieten Öle nach den C-Normen der ACEA auch für Benzindirekteinspritzer Vorteile. PSA ist sich der Thematik offenbar bewusst weshalb für die THPs im Wartungsheft das besagte C2-Öl am direkt empfohlen wird, trotz weiterer freigegebener Öle. Auch füllt Peugeot das C2-Öl bei den THPs im Werk ein, obwohl es nicht ganz billig ist. Die Nachteile der verminderten HTHS dieser Öle kann man zu einem gewissen Teil konstruktiv kompensieren und wenn überhaupt dürften sie erst spät im Motorleben ihre negative Wirkung zeigen. Zu starke Ablagerungen an den Einlassventilen können dagegen schon deutlich unter 50.000km für Werkstattbesuche sorgen, sie sind also das größere Übel.

Die Kurzfassung: Beim THP ist ein 5W30-Öl nach C2-Norm vermutlich die beste Wahl unter den von Peugeot freigegebenen Ölen, auch wenn an mancher Stelle im Netz über diese Öle möglicherweise zurecht gelästert wird. Das ebenfalls freigegebene 0W30 nach A3/B3-Norm würde ich nur verwenden, wenn es gar nicht anders geht. Falls der Threadersteller noch mitliest wäre es interessant zu wissen welches Öl er genutzt hat.