Peugeot 307 Forum
Problem mit der Kupplung
Hallo liebe PUG-Gemeinde,
am Donnerstag hatte ich eine längere Tour (1500km) da ist mir mit meiner Kupplung etwas seltsames aufgefallen:
Meine Kupplung hat bis kurz vor Ende keinen Widerstand mehr, dieses Problem tritt erst auf wenn ich schneller als 120km/h fahre.
Teilweise war es sogar so, dass ich nicht mehr schalten konnte.. was auf der Autobahn sehr schlecht ist bei Stau.
Ich muss dann erst anhalten, Motor ausschalten und die Kupplung "pumpen". Nach ca. 30sek pumpen ist sie wieder normal.
Was könnte das sein?
Hab schiss die komplette Kupplung tauschen zu müssen..
Fahrzeugdaten:
PUG 307, 109 PS 80KW
Bj 2001
154000km runter
TÜV war im Februar
Nun ja, ganz auszuschließen ist eine neue Kupplung bei den Kilometern nicht.
Könnte auch der hydraulische Ausrücker sein (@Wergan: Komme gerade nicht auf den Fachbegriff) sein.
Lass es auf jedenfall in der Werkstatt deines Vertrauens prüfen.
Gruß
Sascha
Hallo,
checke erstmal den Stand der Bremsflüssigkeit, gegebenenfalls auffüllen. Wenn der Kupplungsgeber- oder Kupplungsnehmerzylinder defekt sind, dann versagen sie meist komplett, sodaß dann das Pedal ins Leere fällt.
Der flüssigkeitsstand sinkt halt mit der Zeit, weil ja die Bremsbeläge verschleißen. Und da das Kupplungssystem oberhalb der Bremsleitungen im Vorratsbehälter angeschlossen ist, ist bei sinkendem Flüssigkeitsstand die Kuoolung auch als erstes Betroffen.
Manu
Wenn die Bremsflüssigkeit wegen runtergefahrenen Belägen soweit abgesunken ist, sollte man evtl. auch mal die Beläge und Scheiben unter die Luppe nehmen.
Gruss
Sascha
Ja, hydraulische Kupplung und Bremsen bedienen sich aus demselben Vorratsbehälter. Der ist so kontruiert, dass bei absinkendem Flüssigkeitsstand zuerst die Kupplung ausfällt - warum ist wohl klar.
Du solltest nicht nur den Flüssigkeitsstand prüfen und auffüllen, sondern vor allem darauf achten, ob er in den nächsten Tagen wieder abfällt- hier ist tägliche Kontrolle Pflicht. Wenn er rasch abfällt, ist irgendwo ein Leck und dann wirds gefährlich. Als Leck kommen alle Teile der Anlage infrage, also Bremsleitungen, alle 4 Rad- und der Hauptbremszylinder sowie Kupplungsgeber- (oben) als auch -nehmezylinder (an Kupplung selbst).
Wenn der Flüss.stand in Ordnung ist, wird die Kupplung verschlissen sein -auch kein Beinbruch. Dann suchst Du eine kleine saubere Werkstatt und meidest A.T.U.
Erst einmal vielen dank für die vielen Antworten.
Ich war beim PUG-Händler meines Vertrauens. Die Kupplung hat keinen Defekt, die Flüssigkeit war schuld..
Es war zwar genug drin, aber es wurde nicht "ausgetauscht" in der Kupplung.
Er hat sie Entlüftet und da kam eine milchige und übelriechende Flüssigkeit heraus (nicht mehr bräunlich und klar)... Sie war also verschlissen.
Nun geht wieder alles (zum Glück)
O-oooh, da stimmt was nicht. Bremsflüssigkeit wird nicht "ausgetauscht" im Sinne eines Kreislaufs, wie beispielsweise das Öl der Servolenkung oder so. Weder bei der Kupplung, noch bei der Bremse selber, die Bremsflüssigkeit "fließt" nicht im System sondern steht. Zwar altert Bremsflüssigkeit, sie ist hygroskopisch (nimmt Wasser auf), doch sie kann nur aufnehmen was auch da ist, z.B. Luft. Und bei einem dichten System kommt Luftfeuchtigkeit nur durch die Einfüllöffnung des Vorratsbehälters an die Bremsflüssigkeit dran.
Was deine ursprüngliche Problematik betrifft, das geschieht, wenn sich durch die Betriebstemperatur Dampfblasen im Kupplungssystem bilden, weil durch die Wasseraufnahme der Bremsflüssigkeit der Siedepunkt sinkt. Sowas kann auch beim Bremsen auftreten, wenn die Bremsflüssigkeit nicht regelmäßig gewechselt wird.
Also ist jetzt höchste Eisenbahn, deine Bremsflüssigkeit zu wechseln. Denn ist die Bremsflüssigkeit fertig, dann ist sie das überall. Du willst doch nicht bei einer längeren Bergabfahrt mit schönen Serpentinen, daß plötzlich dein Bremspedal das macht, was du jetzt bei der Kupplung hattest? Da nimmst du dann mal schnell die Abkürzung...
Ich habe keine Ahnung wann die Bremsflüssigkeit das letzte mal gewechselt wurde.
Hab den PUG von meiner Mutsch übernommen... naja.. sie ist nicht gerade pfleglich damit umgegangen. Vor dem TÜV wurde nur aufgefüllt. Jetzt wurde sie zu mindestens aufgefüllt und das verbrauchte/gealterte "rausgepumpt". Kupplung sowie Bremse^^
@MenschMeier: o-oooh, SO stimmt es auch nicht...
Was Du über Hygroskopie und Wasser und alles schreibst stimmt, ABER:
Die Flüssigkeit in der hydraulischen Kupplung erreicht niemals im Betrieb den Siedepunkt von Wasser (100°C bei Luftdruck 1000 mBar). Im Gegensatz zur Bremse, die beim Bremsvorgang ja einen hohen Druck aufbaut und hält, entsteht beim Kuppeln nur ein vergleichsweise geringer Druck, der dem Tellerfederdruck der Kupplung entspricht und auch bei durchgetretener Kupplung diesen nicht übersteigt. Auch die Erwärmung der Komponenten von aussen ist bei der Bremse (Bremssattel wird beim Bremsen heiss) deutlich höher als beim Kupplungs-Nehmerzylinder (Kupplungsglocke kann angefasst werden). Wenn das Kupplungsproblem von devildesire durch Dampfblasenbildung entstünde, müsste er schon deutlich früher ein Riesenproblem beim Bremsen gehabt haben- schreibt er aber nicht. Die Ursache wird viel eher in nicht mehr funktionierendem Nachfüllen des Kupplungsgeberzylinders gelegen haben, verursacht durch die Verschlammung der Flüssigkeit, evtl. auch Rost im Inneren des Zylinders, so dass dieser beim Loslassen des Kuppl.pedals nicht ganz zurückfuhr und sich nicht komplett füllte. Dadurch wird der wirksame Hub geringer und er muss mehrfach pumpen, um den erforderlichen Weg (hydraulische Übersetzung) zu erreichen.
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